"Venice Project": Skype-Gründer arbeiten an ihrem nächsten Coup

17. Oktober 2006, 10:04
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Video-On-Demand soll mittels P2P Beine gemacht werden - Community-Funktionen und kostenlose Verbreitung - Verhandlungen mit Content-Partnern

Einen neuen Coup planen derzeit offenbar die Skype-"Erfinder": Wie die BusinessWeek berichtet, wollen Janus Friis und Niklas Zennstrom schon bald ihre nächste Entwicklung der Öffentlichkeit präsentieren. Hinter dem derzeit noch unter dem Codenamen "Venice Project" firmierenden Unterfangen soll sich ein Video-On-Demand-System verstecken, das von einem eigenen P2P-Netzwerk getragen werden soll.

Testlauf

Bereits im Sommer soll demnach eine begrenzte Testphase mit rund 100 BenutzerInnen angelaufen sein, für den November plant man die Erweiterung dieses Kreises. Der öffentliche Launch soll aber ebenfalls noch für dieses Jahr geplant sein, der dazu notwendige Client soll kostenlos zum Download frei gegeben werden.

Funktionen

Neben den Video-Streaming-Möglichkeiten soll das Service auch eine Reihe von Community-Funktionen enthalten. So soll es etwa möglich sein, anderen BenutzerInnen Videos zu empfehlen, oder Playlisten für den eigenen Freundeskreis zusammenzustellen.

Offiziell

Entgegen derzeit äußerst erfolgreicher Services wie YouTube oder Google Video sollen bei dem "Venice Project" selbst erstellte Videos nicht im Vordergrund stehen. Viel mehr verhandelt man derzeit mit diversen TV-Sendern und Medienunternehmen über eine Verbreitung von deren Inhalten mittels des P2P-Systems.

Background

Bereits in der Vergangenheit konnten Friis und Zennstrom ausgiebig Erfahrungen mit P2P-Netzen sammeln: Die beiden hatten in ihrer Zeit vor Skype unter anderem das File-Sharing-Netz Kazaa ins Leben gerufen. (red)

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