Burma streitet Atomambitionen mit Hilfe Pjöngjangs ab

10. Oktober 2006, 13:10
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General Kyaw Hsan: "Total unmöglich"

Rangun - Die Militärjunta in Burma hat nach dem nordkoreanischen Atomtest am Montag Berichte zurückgewiesen, sie arbeite mit Hilfe Pjöngjangs an einem eigenen heimlichen Atomprogramm. "Viele subversive Elemente erheben Vorwürfe gegen unser Land, aber wenn man dahinterschaut stellt man fest, dass das alles total unmöglich ist", sagte der Informationsminister, General Kyaw Hsan, am Montag in Rangun.

Diplomatischen Beziehungen 1983 abgebrochen

Burma hat seine diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea 1983 abgebrochen, nachdem nordkoreanische Agenten in Rangun einen Anschlag auf eine südkoreanische Regierungsdelegation verübten. Dennoch machen unbestätigte Berichte die Runde, dass in Naypyidaw, 300 Kilometer nördlich von Rangun, nordkoreanischer Techniker arbeiten. Dort bauen die Militärs an einem neuen Regierungssitz.

Verfassung

Kyaw Hsan äußerte sich am Montag in Rangun auf einer Pressekonferenz, zu der eigens internationale Journalisten eingeflogen worden waren. Anlass war die für Dienstag geplante Fortsetzung der Verfassung gebenden Versammlung. Die Militärs haben stets demokratische Wahlen in Aussicht gestellt, sobald die Verfassung fertig ist. Daran wird aber seit 14 Jahren gearbeitet. Die Opposition unter Führung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi boykottiert den Prozess als Augenwischerei. (APA/dpa)

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