Oberösterreich Spitzenreiter bei Einkommensschere

18. Oktober 2006, 12:06
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Differenz zwischen durchschnittlichem Männer- und Fraueneinkommen beträgt 38,2 Prozent - mit Grafik

Wien - In Oberösterreich ist der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen mit 38,2 Prozent am größten. Das zeigen die von der Arbeiterkammer Wien erhobenen Zahlen zu den durchschnittlichen Einkommen in den Bundesländern für das Jahr 2005. Die geringste Schere in diesem Bereich weist Wien mit 22,4 Prozent auf.

Verdiente ein Oberösterreicher 2005 durchschnittlich 2.066 Euro im Monat, so musste die Oberösterreicherin mit nur 1.277 Euro auskommen. Mit einem Einkommensunterschied von 789 Euro oder 38,2 Prozent liegt Oberösterreich damit an der Spitze im Bundesländervergleich. Dicht gefolgt von Vorarlberg. Im Ländle verdiente ein Mann 2005 um 804 Euro mehr im Monat, das sind rund 36,9 Prozent. Das heißt, in absoluten Zahlen, sprich konkret in Euro, ist die Differenz zwischen Frau und Mann in Vorarlberg am größten.

In der Steiermark beträgt die Einkommensschere 36,6 Prozent. Niederösterreich liegt mit einem Einkommensunterschied von 34,0 Prozent auf Platz Vier. Auch in Salzburg, Tirol und Kärnten mussten sich die Frauen mit rund 33,5 Prozent weniger Gehalt zufrieden geben, das sind immerhin 650 Euro im Monat.

Kleiner ist der Einkommensunterschied im Burgenland. Dort verdienten Männer im Jahr 2005 um 569 Euro oder 32,7 Prozent mehr. Wien schneidet im Bundesländervergleich mit 22,4 Prozent Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen am Besten ab. Bundesweit verdienten Frauen um rund 32,9 Prozent oder 661 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen. (APA)

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