Iran: Sanktionsdrohungen eine "rostige Waffe"

13. Oktober 2006, 18:07
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Außenamtssprecher: Auch Urheber nehmen Schaden

Teheran - Der Iran hat sein Festhalten an seinem umstrittenen Atomprogramm abermals bekräftigt. Die Drohung mit Sanktionen sei eine "rostige Waffe", sagte Außenamtssprecher Mohammed Ali Husseini am Sonntagabend auf einer wöchentlichen Pressekonferenz in Teheran. Der Iran lasse sich von Drohungen jedoch nicht beirren. Sanktionen würden sowohl dem Iran als auch den Staaten schaden, die sie verhängten. Husseini zeigte sich bereit zu weiteren Verhandlungen mit den EU-Staaten im Atomstreit.

Verhandlungen

Präsident Mahmoud Ahmadinejad erklärte dem staatlichen Fernsehen zufolge auf einer Kabinettssitzung, der Iran werde auch weiterhin den Schikanen gewisser Staaten widerstehen.

Nach den bisher ergebnislosen Verhandlungen zwischen der EU und dem Iran ziehen die fünf UNO-Veto-Mächte und Deutschland Sanktionen gegen Teheran immer stärker in Betracht. Dies bestätigte die britische Außenministerin Margaret Beckett nach einem Treffen am Freitagabend in London. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, man werde mit der Ausarbeitung eines entsprechenden Resolutionsentwurfs beginnen. (APA/AP)

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