40 Jahre nach Atomunglück: Entseuchung geplant

9. Oktober 2006, 21:47
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1966 ist ein US-Flieger mit vier Atombomben über einem spanischen Dorf abgestürzt

Madrid - Mehr als 40 Jahre nach dem bisher schwersten Unfall mit amerikanischen Atomwaffen haben sich Spanien und die USA auf eine Entseuchung des Unglücksorts geeinigt. Die Kosten sollen geteilt werden, wie die Zeitung "El País" berichtete.

Im Dorf Palomares in der Provinz Almería ist am 17. Jänner 1966 ein B-52-Bomber der US-Luftwaffe mit vier Atombomben abgestürzt. Die Maschine ist beim Auftanken in der Luft mit einem Tankflugzeug zusammengestoßen. Drei der vier Atombomben an Bord prallten auf die Erde. Zwei davon explodierten und verseuchten 220 Hektar Felder mit radioaktivem Plutonium. Die US-Regierung ließ damals über eine Million Tonnen Erdreich abtragen und zur Entseuchung in die USA bringen. Eine vierte Bombe ist ins Mittelmeer gestürzt und erst 80 Tage nach dem Unglück geborgen worden.

Spanische Experten stellten vor zwei Jahren fest, das sich in Palomares an bestimmten Stellen noch immer radioaktive Rückstände im Boden befinden. Die Regierung ließ Grundstücke von zehn Hektar enteignen, um zu verhindern, dass sie bebaut werden.

Was die jetzt geplante Entseuchung die Spanier und Amerikaner kosten wird, ist unbekannt. "Niemand weiß, wie viel Radioaktivität sich dort im Boden befindet", sagte ein spanischer Experte. (APA/dpa)

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    1966 wurde erst 80 Tage nachdem die Atombombe ins Mittelmeer gestürzt ist geborgen

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