Ranghohe US-Politiker fordern direkte Gespräche

9. Oktober 2006, 06:47
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"Regierung in Washington müsse bereit sein zu einem Dialog"

Washington - Angesichts des von Nordkorea angekündigten Atomwaffentests haben sich zwei ranghohe amerikanische Politiker am Sonntag für direkte Gespräche mit dem kommunistischen Staat ausgesprochen. Die Regierung in Washington müsse bereit sein zu einem Dialog, sagte der demokratische Senator Joseph Biden dem Fernsehsender CNN. Der ehemalige Außenminister James Baker von den Republikanern erklärte gegenüber dem Sender ABC, es habe nichts mit Beschwichtigungspolitik zu tun, wenn man mit seinen Feinden spreche.

Nach südkoreanischen Angaben von Sonntag erklärte sich Nordkorea gegenüber China zu einem Verzicht auf den geplanten Atomwaffentest bereit, sollte Washington bilateralen Gesprächen zustimmen. Die USA haben einen Dialog mit Pjöngjang außerhalb der zurzeit stockenden Sechs-Länder-Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm bislang abgelehnt. Eine Sprecherin des Weißen Hauses betonte am Sonntag, die Position der Regierung sei klar. "Wir werden Nordkorea weiterhin ermutigen, an den Sechs-Parteien-Gesprächen teilzunehmen", sagte Sprecherin Emily Lawrimore. (APA)

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