Neue Tests bestätigen Stechapfelsamen in Hofer-Hirse

8. Oktober 2006, 20:21
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Lebensmitteldiskonter warnt vor Verzehr von mit Stechapfelsamen verunreinigten Produkt "Bio-Goldhirse"

Wien - Nach dem Rückruf des österreichischen Lebensmitteldiskonters Hofer von "Bio Goldhirse geschält, 1.000 Gramm" hat die Handelskette am Sonntag weitere Testergebnisse vorgelegt. Die ernsthafte Gesundheitsgefährdung durch das mit Stechapfelsamen verunreinigte Produkt habe sich leider bestätigt, so Hofer in einer Aussendung und warnte erneut ausdrücklich vor dem Verzehr.

Analyse von 187 Verpackungen

Bis Sonntagnachmittag ließ Hofer weitere 187 Verpackungen mikroskopisch in zwei Labors analysieren. Der Spitzenwert der Verunreinigung mit Stechapfelsamen lag demnach bei 34 Samen pro Kilogramm. 141 der 187 Packungen wiesen Belastungen auf.

Auslöser des Rückrufs war eine verunreinigte Packung, in der am vergangenen Freitag 17 Stechapfelsamen entdeckt worden waren. Schon rund 15 Samen können nach Experten-Aussagen für Erwachsene tödlich sein, für Kleinkinder reiche bereits eine geringere Menge, warnte Hofer.

Symptome durch den Konsum können nach Angaben der Giftinformationszentrale Österreich beispielsweise Hautrötungen, erhöhter Puls, erweiterte Pupillen, Sehstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Halluzinationen oder Atembeschwerden sein. Sollten nach dem Verzehr der Bio-Goldhirse eines dieser Symptome auftreten, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Rückgabe

Alle Kunden, die das Lebensmittel gekauft haben, wurden aufgefordert, dieses in den Filialen zurückzugeben. Der Kaufpreis werde vollständig erstattet, so Hofer.

Das betroffene Produkt "Bio Goldhirse geschält, 1.000 Gramm", hergestellt von der Firma Perlinger GmbH war laut der Lebensmittelkette seit 25. September 2006 ausschließlich in den österreichischen Hofer-Filialen erhältlich. Direkt nach Bekanntwerden der Verunreinigung hat Hofer in Österreich die Ware aus allen Märkten entfernt und eine groß angelegte Rückrufaktion gestartet. (APA)

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