Software gegen Rundfunkgebühren für Internet-PCs

16. Oktober 2006, 10:11
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Neues Produkt soll Internet-Streams vom PC verbannen und damit eine Gebührenpflicht vermeiden

Die kommende Rundfunk-Gebührenpflicht (in Deutschland unter GEZ-Gebühr bekannt) für Internet-PCs sorgt in Österreich und Deutschland für heftige Diskussionen. Für Privatpersonen soll es in beiden Ländern keine zusätzliche Gebühr zur normalen Radio- und Fernsehgebühr geben - wäre der PC das einzige Empfangsgerät dann müsste für diesen wie für den Fernseher bezahlt werden. Anders die Situation für Unternehmen; hier sind in einem noch nicht näher definierten Rahmen Gebühren fällig. Ein deutscher IT-Dinestleister will mit einer Softwarelösung Firmen von der Gebühr befreien.

Keine Streams

Da es bei der Vergebührung nicht auf die technischen Spezifikationen eines Rechners ankommen wird - der WebStandard berichtete - sondern rein darum ob über den PC ein Streaming von Inhalten möglich ist, hat sich die das Berliner Softwarehaus DGFSS (Deutsche Gesellschaft für Softwaresicherheit, Ltd.) dieser Problematik angenommen. Die Filtersoftware g-e-zfilter 2007 soll sämtliche Internet-Streams vom PC verbannen und damit eine Gebührenpflicht vermeiden. Laut Angaben des Herstellers modifiziert die Lösung den Computer derart, dass es nur noch mit großem technischem Aufwand möglich ist, Streams aus dem Internet abzuspielen, zu speichern oder zu empfangen. "Die Betonung liegt auf "großen Aufwand". Denn laut Rundfunkgebührenstaatsvertrag §1 (2) ist ein Bereithalten des Rundfunkempfanggerätes nur dann gegeben, wenn es ohne "besonderen zusätzlichen Aufwand" Echtzeit-Darbietungen verarbeiten kann", heißt es auf der Webseite zum Produkt weiter.

Ab Dezember

Nähere Details zum Produkt wurden nicht veröffentlicht, Eine werbefinanzierte Version für PrivatanwenderInnen wird kostenlos angeboten. Die Professional-Variante kostet 40 Euro, die Enterprise-Edition 80 Euro. Die Software soll sich nur durch eine Neuinstallation des Betriebssystems entfernen lassen. Für rund 50 Euro entfernt die DGFSS über Remote-Deinstallation das Tool. Laut Angaben des Unternehmens soll ein Selbstständiger mit wechselnden Arbeitsplätzen im ersten Jahr eine Ersparnis von 72 Euro mit dem Einsatz der Software erzielen.(red)

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    foto: photodisc
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