Erster Schritt zur Gründung einer Mitte-Links-Partei in Italien

18. Oktober 2006, 11:51
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Linksdemokraten und Margherita stimmen Fusion zu

Rom - Der italienische Regierungschef Romano Prodi meint es ernst mit seinen Plänen einer einheitlichen Mitte-Links-Gruppierung, die aus der Fusion der Parteien seiner Koalition entstehen soll. Die Linksdemokraten (DS, stärkste Regierungspartei) und die Sammelbewegung "Margherita", zweitstärkste Partei im Regierungsbündnis um Romano Prodi, stimmten am Sonntag in Orvieto ihrer Fusion zu, was ein erster Schritt in Richtung geplanter Bildung der "Demokratischen Partei" sein wird. In die neue Partei sollen mehrere Gruppierungen des Mitte-Links-Bündnisses von Romano Prodi zusammengebündelt werden.

"Demokratische Partei"

Laut Linkspolitikern ist die Gründung der "Demokratischen Partei" der obligatorische Weg für die Stärkung der Regierungsmehrheit Prodis und für die Modernisierung des politischen Systems in Italien, welches derzeit eine Bremse für die dynamische Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft darstelle. Prodi verfügt im Parlament über eine hauchdünne Mehrheit, die ihn bisher schon sieben Male gezwungen hat, eine Vertrauensfrage zu stellen, um seine Gesetzesprojekte durchzusetzen.

Fusion bereits nächstes Jahr?

Eckpfeiler der neuen Gruppierung sind die Linksdemokraten, die gemäßigte Sammelbewegung "Margherita" und die christdemokratische Udeur. Nach Prodis Plänen sollen 2007 die drei Parteien der Fusion zustimmen. Danach soll die neue Gruppierung aus der Taufe gehoben werden. Eine Gruppe von "Weisen" ist bereits am Werk, um eine Grundcharta der neuen Partei zu verfassen.(APA)

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