"Panama-Epidemie": Medikament als Auslöser in Verdacht

17. Oktober 2006, 14:22
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19 Todesfälle vorerst ungeklärter Ursache - Behörden rufen vorbeugend Herzmittel Lisinopril zurück

Panama-Stadt - In Panama haben die Behörden am Freitag ein von tausenden Menschen eingenommenes Herzmedikament zurückgerufen, nachdem eine Untersuchung auf einen Zusammenhang mit 19 mysteriösen Todesfällen hindeutete.

Gesundheitsminister Camilo Alleyne sagte, Lisinopril-Tabletten würden aus dem Angebot von Apotheken, Krankenhäusern und Privatkliniken des Zentralamerikanischen Landes genommen. Wissenschaftler hätten Hinweise darauf, dass die Arznei bei 30 Menschen zu Vergiftungen geführt haben könnte. An der mysteriösen Krankheit, die mit Übelkeit, Fieber, Durchfall und Schwächegefühl beginnt und rasch zu Nierenversagen, Lähmungen und dann zum Tod führt, starb am Freitag ein 19. Patient. Elf weitere wurden mit ähnlichen Symptomen behandelt. Die Krankheit trat erstmals im vergangenen Monat auf und befiel vor allem ältere Männer, die wegen Herz- und Nierenproblemen oder Diabetes behandelt wurden.

Dem Minister zufolge wurde das Medikament 7.000 staatlich versicherten Patienten und einer unbekannten Anzahl von Privatpatienten verschrieben. (APA/Reuters)

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