Nachwahlbefragung: Drei Rechtsparteien Kopf an Kopf

7. Oktober 2006, 18:34
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Oppositionelle "Neue Zeit" nur knapp hinter größter Regierungspartei - Mitte-links stehendes "Harmoniezentrum" überraschend stark

Riga - Eine von der lettischen Nachrichtenagentur LETA und dem Umfrageinstitut SKDS bis Mittag durchgeführten Nachwahlbefragung deutet auf ein ausgeglichenes Rennen zwischen zwei der drei bisherigen Koalitionspartner, der Volkspartei und der Union Grüne und Bauern sowie der oppositionellen wirtschaftsliberalen "Neue Zeit", hin.

Volkspartei führend

In der von Studenten in 70 Wahllokalen unter 1.400 Personen erhobenen Wählerbefragung kam die Volkspartei von Ministerpräsident Aigars Kalvitis auf 19,2 Prozent der Stimmen, dicht gefolgt von der "Neuen Zeit" mit 19,1 Prozent. Im Spitzentrio mit dabei ist die Union Grüne und Bauern mit ihrem kontroversiellen Spitzenkandidaten Aivars Lembergs (18 Prozent). Überraschend gute Werte zeichneten sich für das gemäßigt links stehende "Harmoniezentrum" ab. 10,4 Prozent der Befragten gaben an, für diese Partei gestimmt zu haben.

Linkspartei überraschend stark

Die derzeit mitregierende "Lettlands Erste Partei" kam auf knapp 8 Prozent, dahinter die lettischen Nationalisten der "Union für Vaterland und Freiheit mit 7.2 Prozent. 6 Prozent ermittelte die Umfrage Prozent für die stark russisch dominierte Linkspartei "Für Menschenrechte in einem geeinten Lettland". Die restlichen Parteien müssen damit rechnen, unter der Fünf-Prozent-Hürde zu bleiben

Bisher wird Lettland von einem Minderheitskabinett aus Volkspartei, Union Grüne und Bauern und der christlich-populistischen "Lettlands Erste Partei" regiert. Die größte einzelne Partei im Parlament (Saeima) ist derzeit die "Neue Zeit" mit 24 Sitzen. Insgesamt sind 100 Abgeordnetensitze zu vergeben. Die Wahllokale schließen um 22.00 Uhr Ortszeit (21.00 h MESZ). (APA)

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