Mit Warnschüssen nordkoreanische Soldaten vertrieben

9. Oktober 2006, 06:47
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Südkorea: Fünf Soldaten übertraten für kurze Zeit militärische Demarkationslinie

Seoul - Südkoreanische Soldaten haben am Samstag mit Warnschüssen fünf nordkoreanische Soldaten aus der südlichen Hälfte der militärischen Pufferzone zwischen beiden Ländern vertrieben. Die fünf Soldaten hätten für kurze Zeit trotz Lautsprecher-Warnungen die militärische Demarkationslinie entlang eines Wasserlaufs in der entmilitarisierten Zone (DMZ) übertreten, teilte der Generalstab in Seoul mit. Mindestens einer der nordkoreanischen Soldaten sei bewaffnet gewesen. Sie hätten sich erst nach einer Reihe von Warnschüssen zurückgezogen.

Das Motiv für das Eindringen in die südliche Hälfte der DMZ werde noch untersucht, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Militärvertreter. Ein ähnlicher Vorfall habe sich zuletzt im Mai ereignet. Es sei jedoch auch nicht ausgeschlossen, dass die Aktion der nordkoreanischen Soldaten im Zusammenhang mit der Ankündigung Nordkoreas vom Dienstag steht, einen Atomtest durchzuführen. Nordkorea könne die Absicht verfolgen, die Spannungen an der Grenze zu verschärfen. (APA/dpa)

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