Ausschreitungen in Indiens "Silicon Valley"

16. Oktober 2006, 10:11
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50 Verletzte bei Zusammenstößen zwischen Hindus und Muslimen

Nach schweren Ausschreitungen zwischen Hindus und Muslimen in der südindischen Stadt Bangalore haben die Behörden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Hunderte Polizisten kontrollierten am Samstag in den Straßen.

Heilige Kühe

Etwa 50 Menschen waren bei den Zusammenstößen in den vergangenen Tagen verletzt worden. Die Auseinandersetzungen begannen, als eine Gruppe Hindus einen mit Kühen beladenen Viehtransporter auf dem Weg zum Schlachthof stoppte. Kühe sind Hindus heilig. Muslime und Hindus lieferten sich darauf Straßenkämpfe, bewarfen sich mit Steinen und setzten mehrere Geschäfte in Brand.

Die Behörden verhängten daraufhin eine Ausgangssperre. "Die Lage ist angespannt, aber unter Kontrolle", sagte ein Polizeisprecher. "Wir haben zusätzliche Truppen in alle gefährdeten Bereiche geschickt." Etwa 200 Personen seien in Gewahrsam genommen worden.

"Silicon Valley" Indiens

In Bangalore sind viele in- und ausländische Computer- und Hochtechnologiefirmen angesiedelt, die der Stadt den Beinamen "indisches Silicon Valley" eingebracht haben. Zudem ist die Hauptstadt des Bundesstaates Karnataka - nach Mumbai und Delhi die drittgrößte Stadt Indiens - auch ein wichtiges Zentrum der zivilen und militärischen Luft- und Raumfahrtindustrie.(APA/Reuters)

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