4.000 irakische Polizisten in den letzten zwei Jahren getötet

12. Oktober 2006, 12:41
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US-Generalmajor: Sicherheitskräfte haben "hohen Preis gezahlt" - Bei Selbstmordanschlag im Nordirak acht Tote

Bagdad - In den vergangenen beiden Jahren sind im Irak rund 4.000 Polizisten getötet und mehr als 8.000 verletzt worden. Die Sicherheitskräfte hätten "einen hohen Preis gezahlt", sagte US-Generalmajor Joseph Peterson, der für die Ausbildung der irakischen Polizisten zuständig ist. Zugleich verwies er auf das Problem der Infiltration durch Extremisten. Erst am Mittwoch wurde eine Brigade von etwa 700 Polizisten außer Dienst gestellt, weil sie der Komplizenschaft mit Todesschwadronen verdächtigt wurden.

Peterson sagte, es sei nicht bekannt, wie viele Milizionäre die irakische Polizei infiltriert hätten. Wer identifiziert werde, werde verhaftet oder zumindest vom Dienst suspendiert. Die Sunniten werfen den überwiegend schiitischen Polizisten vor, die sektiererische Gewalt zu schüren und nicht entschlossen genug gegen Todesschwadronen vorzugehen, die Sunniten entführen und töten.

Acht Tote bei Selbstmordanschlag

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Kontrollposten der irakischen Armee in der Stadt Tal Afar sind am Samstag acht Menschen getötet worden. Unter den Toten seien vier Zivilisten. Sechs weitere Menschen wurden nach Angaben der Polizei verletzt, als der Attentäter den Sprengsatz in einem Auto zündete.

Im März hatte US-Präsident George W. Bush die rund 420 Kilometer nordwestlich von Bagdad gelegene Stadt als Beispiel für die im Irak erreichten Fortschritte bezeichnet. Im Mai wurden bei einem Selbstmordanschlag auf einen Markt in der Stadt 17 Menschen getötet. Rebellen verüben fast täglich Anschläge im Irak. Sie kämpfen gegen die Regierung in Bagdad und die US-geführten Truppen. (APA)

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