Horn: Zweifacher Messerstich nach Streit

8. Oktober 2006, 19:24
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Attacke verfehlte Herz des Opfers (23) nur um Millimeter - 42-Jähriger wegen versuchten Mordes in Haft

Horn - Mit einem zweifachen Messerstich, und beinahe tödlich, hat ein Streit in der Stadtgemeinde Horn am Freitag in der Früh geendet. Wie die NÖ Sicherheitsdirektion mitteilte, verletzte ein 42-Jähriger sein Opfer (23) mit einem Fixiermesser. Eine Attacke des Arbeitslosen verfehlte das Herz des Niederösterreichers nur um Millimeter, wie sich im Krankenhaus herausstellte. Der mutmaßliche Täter wurde wegen versuchten Mordes in seiner Wohnung verhaftet.

Nach Angaben von Franz Polzer, Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich (LK NÖ), befand sich der 23-Jährige Samstagvormittag nicht in Lebensgefahr. Seine Verletzungen dürften aber schwer sein. Beide Beteiligten waren laut Exekutive alkoholisiert, als sich die Tat ereignete.

Auseinandersetzung

Dem Mordversuch dürfte eine Auseinandersetzung vorausgegangen sein. Gegen 4.00 Uhr früh waren Täter und Opfer aneinander geraten. Dabei biss der gelernte Fleischhauer seinem Gegner in den Mittelfinger der linken Hand, ließ dann von dem 23-Jährigen ab und flüchtete zu Fuß. Der Verletzte jedoch nahm wenig später die Verfolgung auf und wollte den Niederösterreicher zur Rede stellen.

Als er ihn in einer Gasse eingeholt hatte, packte der 23-Jährige den Mann am Hals und drückte ihn gegen die Wand. In dieser Situation griff der 42-Jährige vermutlich zur Tatwaffe, einem Fixiermesser mit neun Zentimeter langer Klinge, und stach zwei Mal zu, so die NÖ Sicherheitsdirektion. Der Verletzte ging in Folge zur Wohnung seiner Mutter. Deren Lebenspartner brachte ihn sofort ins Krankenhaus und erstattete Anzeige bei der Polizei.

Der 42-Jährige flüchtete nach der Bluttat erneut, teilte die Polizei mit. Er konnte jedoch in seiner Wohnung angetroffen und verhaftet werden. Dabei fanden Ermittler auch die Tatwaffe, überdies wies der Verdächtige Blutspuren auf seiner Kleidung auf. Der Arbeitslose wurde in die Justizanstalt Krems eingeliefert. In der Wohnung des Verdächtigen stellten Exekutivbeamte auch eine Schusswaffe sicher. (APA)

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