Lula da Silva und Calderon beraten über Mercosur-Beitritt Mexikos

17. Oktober 2006, 23:24
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Mexiko aber nach brasilianischen Angaben nicht bereit dazu

Brasilia - Der künftige mexikanische Präsident Felipe Calderon und der brasilianische Staatschef Luiz Inacio Lula da Silva haben am Freitag über einen möglichen Beitritt Mexikos zur südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur beraten. Nach brasilianischen Angaben ist Mexiko aber derzeit nicht zu einem Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten bereit. Dazu gehören neben Brasilien auch Argentinien, Uruguay, Paraguay und Venezuela.

Calderon sprach außerdem mit dem brasilianischen Handels- sowie dem Außenminister über eine Ausweitung des bilateralen Handels. Er tritt Anfang Dezember die Nachfolger von Vicente Fox an.

Mercosur ist die größte Handelsgemeinschaft Lateinamerikas. Sie strebt auch eine politische Einigung nach Vorbild der Europäischen Union - mit einheitlichen Reisepässen sowie einer Einheitswährung - an. Jüngst ist die Integration aber wegen widerstrebenden Interessen der Mercosur-Mitglieder ins Stocken geraten, ebenso wie die schon seit Jahren andauernden Verhandlungen über eine Freihandelszone mit der EU. (APA)

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