Neues Programm zur Datenvernichtung: "Helmut Kohl"

30. Juni 2000, 10:05

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Die Hauptfigur der CDU-Spendenaffäre, der deutsche Altbundeskanzler Helmut Kohl, ist Namensvater eines neuen Computerprogramms zur Datenvernichtung geworden. "Mit unserem Programm Helmut Kohl kann man Daten hundertprozentig und endgültig von der Festplatte entfernen", sagte der Chef der bayerischen Datenvernichtungsfirma Alpenland, Meinrad Müller, am Donnerstag der dpa.

Auf ihrer Homepage schreibt die in Grafrath bei München ansässige Firma: "Angesichts der brisanten Lage um verschwundene Akten in Bonn, hat sich Alpenland Aktenvernichtung entschlossen, dem großen Förderer der Aktenvernichtung in Deutschland ein Softwareprogramm zu widmen."

Der Sonderermittler der Bundesregierung, Burkhard Hirsch (FDP), hatte am Mittwoch nicht nur die Manipulation von Akten im Kanzleramt bestätigt, sondern auch die massive Vernichtung von Computerdaten, nachdem Kohl im September 1998 die Wahl verloren hatte.

Alpenland kennt sich aus mit der Vernichtung von Daten. Die zwölf Mitarbeiter der Firma zerstören nach Angaben von Müller in mehreren europäischen Ländern Akten und Dokumenten von Konzernen, Banken und Behörden. Ein zweiter Geschäftsbereich sind Softwareprogramme zur Datenvernichtung auf Computern. Das Programm "Helmut Kohl" kann kostenlos unter www.datenschutz.com heruntergeladen werden. (APA/dpa)

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