Fristgerechter Start für Windräder

24. November 2006, 20:04
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Auf einer Wiese am steirischen Stuhleck entstand auf 1600 Höhenmetern ein Windpark

Mürzzuschlag/Graz - Fünf je 86 Meter hohe Windräder stehen seit Juni auf einer Wiese am steirischen Stuhleck an den nordöstlichen Ausläufern der Fischbacher Alpen. Dass der Windpark Moschkogel, wo in rund 1600 Metern Höhe Strom für mehr als 5000 Haushalte produziert wird, zeitgerecht in Betrieb genommen werden würde, wagten die Betreiber der Anlage, die Viktor-Kaplan-Akademie für Zukunftsenergien und Hans Winkelmeier, Obmann der IG Windkraft, vor einem Jahr nicht zu hoffen. Um nämlich noch in den "Genuss" günstigerer Einspeisungstarife zu kommen, musste man bis Juni 2006 fertig sein.

"Diese Frist war besonders problematisch für alpine Gebiete", erzählt Winkelmeier dem STANDARD, "gerade während des letzten langen Winters konnte monatelang nicht gearbeitet werden." Die Propeller der "Enercon E-70 E4"-Anlagen mit einem Durchmesser von 71 Metern werden im Winter durch eine Rotorblattheizung vor Vereisung geschützt. "Der Wind ist offensichtlich ein ungeliebtes Kind geworden", meint Winkelmeier - zumindest vonseiten des Wirtschaftsministeriums, obwohl die Anzahl der Windräder seit 2002 von rund 140 auf 600 wuchs. Diese können bundesweit 17,5 Prozent der Haushalte mit Strom versorgen.

Die Eröffnungsfeier findet heute, Samstag, im Kunsthaus Mürzzuschlag statt. (Colette M. Schmidt, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7./8.10.2006)

  • Windenergie vom Stuhleck wird ins Steweag-Netz geblasen.
    foto: ig windkraft

    Windenergie vom Stuhleck wird ins Steweag-Netz geblasen.

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