Empfehlungsliste der Erste Bank

10. Oktober 2006, 13:47
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Diese Empfehlungen geben die Analysten der Erste Bank zu den heimischen Aktien am 6. Oktober 2006

Mayr-Melnhof
Das Unternehmen weist nachhaltig ausgezeichnete und qualitativ hochwertige Ergebnisse auf. 2006 sollte es nach einem schwächeren 2005 wieder eine deutlich höhere Ergebnisdynamik geben. Weitere Akquisitionen wie in Russland und Tunesien und die Durchsetzung von Preiserhöhungen sollten für eine kontinuierlich positive Nachrichtenlage sorgen. Insgesamt ein Wert mit einem weiterhin vorhandenen Bewertungsabschlag zu den Peers und einem höheren Zielwert gem. einer DCF-Bewertung. Aus Sicht der Analysten eine ausgezeichnete defensive Depotbeimischung. Kursziel: 165 Euro.

Raiffeisen International
Raiffeisen International bietet eine Investmentmöglichkeit mit einer breiten Abdeckung der CEE-Region mit einem Fokus auf die Länder, die (noch) nicht Teil der EU sind. Russland und die Ukraine bieten (zusammen mit Rumänien) aufgrund der niedrigen Penetrationsraten von Bankprodukten das größte Wachstumspotenzial im Länderportfolio der RI. Die Analysten der Erste Bank sehen gemäß den verschiedensten Bewertungsmethoden Aufwärtspotenzial bei der Aktie. Das Kursziel beträgt aktuell 86 Euro. Kaufen.

EVN
EVN weist durch ihre geografische Expansion nach Zentral- und Osteuropa eine gute Ergebnisdynamik auf. Neben der geographischen Diversifizierung und dem Multi Utility-Ansatz (Wasser und Abfall) gefällt den Analysten der 12,5%-Anteil am Verbund, der einen hohen Wertbeitrag für die EVN-Aktie liefert. Mit den at-equity konsolidierten Unternehmen, die mit dem Buchwert berücksichtigt werden, ergibt sich ein weiterer wesentlicher Wertbeitrag. Zusätzlich ist der deutsche EnBW-Konzern an weiteren Anteilsaufstockungen interessiert, was den Kurs mittelfristig weiter nach oben tendieren lassen sollte. Kursziel 98 Euro.

AT&S
Aus Sicht der Analysten befindet sich AT&S derzeit am Weg zu einem der globalen Marktführer im Segment der Leiterplatten. Durch den Start des zweiten Werks in Shanghai und die Expansion nach Korea befindet sich das Unternehmen in einer Phase starken Wachstums, das über die nächsten 3-4 Jahre anhalten wird und stark aus Asien getrieben wird. Das Kursziel beträgt aktuell 26 Euro. Die Analysten sehen nach wie vor viel Unsicherheit in die Bewertung der Aktie eingepreist. Aufgrund des deutlichen Kurssteigerungspotenzials wird die Aktie klar zum Kauf empfohlen.

Böhler Uddeholm
Böhler erzielt nach wie vor exzellente Ergebnisse und die Perspektiven im Sektor sehen weiterhin positiv aus. Im Sektorvergleich weist das Unternehmen durch die exzellenten Ergebnisse einen Bewertungsabschlag auf und die Dividendenrendite ist überdurchschnittlich. Aus Analysten-Sicht spricht derzeit auch die starke Konjunktur in Westeuropa für weiteres Aufwärtspotenzial bei der Aktie. Aktuelles Kursziel 48 Euro.

S&T
Das österreichische IT-Dienstleistungsunternehmen bietet eine breite regionale Abdeckung. Das Unternehmen weist sowohl im Peer-Group-Vergleich als auch absolut gesehen eine günstige Bewertung auf. Aus Sicht der Erste Bank stellen die niedrigen Margen und die Planungsunsicherheit ein Problem dar, was allerdings durch die überaus günstige Bewertung kompensiert wird. Die Aktie weist noch deutliches Aufholpotenzial im Vergleich zu vielen anderen Unternehmen auf, die im CEE-Raum aktiv sind. Das 1.HJ/2006-Ergebnis bestätigte den positiven Trend aus der Sicht der Erste Bank. Kursziel: 39 Euro.

Wiener Städtische
Österreichs größter Versicherungskonzern setzt auf die Expansion in CEE, ein Drittel des Prämienvolumens wird bereits in dieser Region verdient. In Rumänien ist das Unternehmen die Nummer 1, in Tschechien, der Slowakei und Bulgarien belegt man den 2. Marktrang. Insgesamt nennt das Unternehmen 17 Mio. Kunden in 17 Ländern sein eigen. Der CEE-Raum bietet neben dem im Vergleich zu Westeuropa geringeren BIP auch noch im Bereich der Versicherungsdichte hohes Wachstumspotenzial. Das Q2/2006-Ergebnis bestätigte die positive Entwicklung des Unternehmens aus Sicht der Analysten. Kursziel: 61 Euro.

Intercell
Intercell ist das erste Biotech-Unternehmen, das an der Wiener Börse gelistet ist, und ist auf die Entwicklung von therapeutischen und profilaktischen Impfstoffen spezialisiert. Obwohl das Unternehmen noch keine Produkte am Markt eingeführt hat, bietet der Impfstoffmarkt ausgezeichnete Wachstumsperspektiven. Hauptentwicklungsprojekte sind ein profilaktischer Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis und ein therapeutischer Wirkstoff gegen Hepatitis C. Weitere Projekte sind in der Pipeline oder über Kooperationspartner schon in klinischen Tests. Kursziel: 16,90 Euro.

Verbund
Der Verbund profitiert weiterhin von den hohen Großhandelspreisen für Strom. Gründe für dieses hohe Preisniveau sind einerseits gestiegene Preise primärer Energieträger und andererseits die Preisentwicklung für CO2-Zertifikate, die vor allem die Produktionskosten thermischer Kraftwerke belasten. Der Verbund, dessen Produktion vorwiegend aus billiger Wasserkraft besteht, ist in diesem wirtschaftlichen Umfeld perfekt positioniert. Profitieren wird das Unternehmen in Zukunft aber auch von den Auslandsbeteiligungen in Italien und Frankreich. Kursziel: 42 Euro

OMV
OMV ist sowohl bei einer "Sum-of-the-Parts" Bewertung als auch im Vergleich zur Peer Group unterbewertet. Obwohl sich die rumänische Petrom im 1. HJ nicht ganz den Erwartungen entsprechend entwickelt hat, sehen die Analysten die Kostensenkungsmaßnahmen und die weiteren Wachstumsinvestitionen der OMV eindeutig positiv. Insofern sollte sich das Ergebnis in den nächsten Jahren trotz eines erwarteten Ölpreisrückgangs weiterhin auf einem hohen Niveau entwickeln. Trotz des nicht optimalen Umfelds sehen die Analysten die Aktie mittlerweile als zu tief bewertet. Kursziel auf Sicht von 12 Monaten: 53 Euro.

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