BZÖ-Signale: "Bunt ist immer schön"

10. Oktober 2006, 14:21
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Werben für Schwarz-Blau-Orange - Haider gibt sich friedfertig

Wien – „Bunt ist immer schön.“ Das BZÖ sandte am Freitag aus Kärnten erste, zarte Signale Richtung Schwarz-Blau-Orange aus. BZÖ-Vizechef Stefan Petzner meinte, „Österreich kann bunt werden“, das sei immer schön. Landeshauptmann Jörg Haider, der vier der acht BZÖ-Mandate für Kärntner Kandidaten erkämpft hat, zeigte sich nach früheren blau-orangen Trennungsscharmützeln friedfertig: „Es hat keinen Sinn, Weggefährten von einst mit Hass und Ablehnung zu begegnen, auch wenn man unterschiedliche politische Wege geht.“ Er, selbst lange ausgegrenzt, habe nie jemanden ausgegrenzt und die Rest-FPÖ nie attackiert.

Prügelaffäre: Kirche im Dorf lassen"

Zur so genannten orangen „Prügelaffäre“ vom Wahlabend, bei der BZÖ-Chef Peter Westenthaler und dessen Bodyguard eine unrühmliche Rolle gespielt haben sollen, was vom BZÖ als Verleumdung bestritten wird, meinte Haider unter Verweis auf widersprüchliche Aussagen, man solle „die Kirche im Dorf lassen“, man werde das BZÖ wohl noch öfter „anpatzen“.

Die Noch-Chefin des Prügelopfers, Justizministerin Karin Gastinger (Ex-BZÖ), sagte beim Treffen der EU-Justizminister in Luxemburg, sie selbst habe ihren Sprecher Christoph Pöchinger „im Vertrauen auf die Justiz“ ermuntert, nach der Attacke Anzeige zu erstatten: „Ich lehne Gewalt ab.“

Das in der Causa ermittelnde Wiener Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung kündigte am Freitag an, „die Staatsanwaltschaft wird Anfang nächster Woche von uns die ersten Schriftstücke bekommen.“ Zehn Zeugen seien bereits einvernommen worden, weitere sollen noch folgen. (APA, nim, DER STANDARD, Printausgabe 7./8.10.2006)

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    Die alte FPÖ hassen? Nein. Niemals. Nicht seine Art, meint Ex-FP- und Ex-BZÖ-Chef Jörg Haider versöhnlich.

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