Sehnsucht nach dem guten Klima

17. Oktober 2007, 13:08
6 Postings

Studenten und Absol­venten zum Image der US-Firmen in Österreich und zu Berufswünschen befragt. Über 3000 Antworten bringen den Unternehmen Hausaufgaben.

So sehen die Befragten US-Unternehmen. Heimische Firmen dagegen erhalten Zuordnungen der Sicherheit und der Work-Life-Balance. Die Landschaften im Vergleich der Zuordnungen: Haben heimische Firmen ihren Internationalisierungsgrad noch nicht ausreichend kommuniziert?

Das Wichtigste

"Sehr wichtig" sind Studenten und Absolventen für ihren künftigen Beruf das Betriebsklima, die Handlungsfreiheit, Aufstiegschancen und flexible Arbeitszeiten. Ob der künftige Arbeitgeber dagegen ein Blue Chip ist oder ob die Firmenzentrale in Österreich sitzt, ist nachrangig.

Erfreuliches für US-Unternehmen

Sie werden von den Nachwuchskräften näher an einem modernen Arbeitsumfeld bewertet als österreichische Unternehmen: Entrepreneurship, überdurchschnittliche Bezahlung bei Leistungsorientierung, multikulturelle Teams – aber auch überdurchschnittliche Anforderungen werden eher auf Seiten der US-Firmen gesehen.

Vorstellungskluft

"Soziale Kuschelecken", interpretiert das Erhebungs-Team rund um die Firma Trialox die Zuordnungen zu österreichischen Unternehmen. Dort werden soziale Sicherheit, Heimatverbundenheit und Arbeitsplatzsicherheit gesehen. Den US-Firmen wird unter anderem auch "Hire and fire" unterstellt.

Wunschvorstellung

Auf die Frage, wie der Traumjob aussehen soll, ergibt sich in den Antworten recht homogen eine angenehme Athmosphäre bei gleichzeitig internationaler Ausrichtung in einem interessanten Arbeitsumfeld. Allerdings: Dort, wo gesucht wird, wollen die Jungen nicht unbedingt hin. Nicht IT oder Vertriebs- resp. Verkaufsbereich werden angestrebt, sondern Forschung und Entwicklung, die Nähe zur Geschäftsleitung und das Marketing.

Kommunikationsbedarf

Überrascht hat die US-Unternehmen in Österreich, wie schlecht der Informationsstand über sie ist. Neue Formen der Interaktion dürften also fällig sein, um sich als attraktive Arbeitgeber auch wirklich positionieren zu können. Hinterfragenswert ist wohl auch für heimische Unternehmen, warum ihr Internationalisierungsgrad bei den künftigen Qualifizierten noch nicht angekommen ist.

Erfreulich für den Standard: Nach dem Internet (Jobbörsen, Plattformen, Firmen-Sites) ist der Standard das Informationsmedium Nummer eins wenn es um die Karriere geht. (Karin Bauer, Der Standard, Printausgabe, 7./8.10.2006)

Link: US-Handelskammer

Die Ankündigung der Umfrage im Standard führte zu reger Teilnahme. Mehr 3000 setzten sich insgesamt mit dem umfangreichen Fragebogen auseinander. Dort, wo die Unternehmen suchen, etwa Vertrieb und Verkauf, liegt nicht das Wunschland der Jobträume – ein Imperativ für Unternehmen, diese Positionen attraktiv zu machen.
  • So sehen die Befragten US-Unternehmen. Heimische Firmen dagegen erhalten Zuordnungen der Sicherheit und der Work-Life-Balance.

    So sehen die Befragten US-Unternehmen. Heimische Firmen dagegen erhalten Zuordnungen der Sicherheit und der Work-Life-Balance.

  • Die Landschaften im Vergleich der Zuordnungen: Haben heimische Firmen ihren Internationalisierungsgrad noch nicht ausreichend kommuniziert?
    grafik: der standard

    Die Landschaften im Vergleich der Zuordnungen: Haben heimische Firmen ihren Internationalisierungsgrad noch nicht ausreichend kommuniziert?

  • Die Ankündigung der Umfrage im Standard führte zu reger Teilnahme. Über 3000 setztn sich insgesamt mit dem umfangreichen Fragebogen auseinander.
    grafik: der standard

    Die Ankündigung der Umfrage im Standard führte zu reger Teilnahme. Über 3000 setztn sich insgesamt mit dem umfangreichen Fragebogen auseinander.

  • Dort, wo die Unternehmen suchen, etwa Vertrieb und Verkauf, liegt nicht das Wunschland der Jobträume - ein Imperativ für Unternehmen, diese Positionen attraktiver zu machen.
    grafik: der standard

    Dort, wo die Unternehmen suchen, etwa Vertrieb und Verkauf, liegt nicht das Wunschland der Jobträume - ein Imperativ für Unternehmen, diese Positionen attraktiver zu machen.

Share if you care.