Wiener nach Überfällen auf 17 Geschäfte festgenommen

8. Oktober 2006, 20:01
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41-Jähriger finanzierte mit etwa 20.000 Euro Beute seine Drogensucht

Ein 41-jähriger Wiener ist am Donnerstagabend kurz nach dem Überfall auf ein Textilgeschäft in Wien-Ottakring festgenommen worden. Im vergangenen halben Jahr hat der heroinsüchtige Wolfgang M. 16 weitere Geschäfte - Drogerie-, Textil- oder Supermärkte - heimgesucht, berichtete Oberstleutnant Georg Rabensteiner vom Kriminalkommissariat West am Freitag der APA. Insgesamt erbeutete der 41-Jährige rund 20.000 Euro.

Mit dem Geld finanzierte der Mann aus Wien-Leopoldstadt seine Drogensucht und bezahlte Schulden bei Dealern, erklärte Rabensteiner. Sichergestellt werden konnten daher nur mehr 180 Euro - jener Betrag, den Wolfgang M. am Donnerstag aus dem Textilgeschäft mitgenommen hatte. Die Raubüberfälle ereigneten sich vorwiegend in den Bezirken Leopoldstadt, Landstraße, Brigittenau und Floridsdorf.

Der 41-Jährige sei bei dem Überfall am Donnerstag "wie immer" vorgegangen, erklärte Rabensteiner. Er betrat das Geschäft, holte aus seinem Rucksack eine Pistole und forderte die Herausgabe von Bargeld. Anschließend flüchtete der Täter in den Keller eines nahe gelegenen Hauses und wartete dort etwa eine Stunde, "bis der ganze Wirbel" vorbei war. Die bei jeder Tat getragene grüne Jacke tauschte er in seinem Versteck gegen eine orange. So getarnt konnte er anschließend ohne Probleme seine Flucht fortsetzen.

Ins Versteck gefolgt

Zwei Zeugen - ein Detektiv und ein Sicherheitsbeamter - machten dem Mann diesmal allerdings einen Strich durch die Rechnung. Sie verfolgten den Wiener nach dem Überfall bis zu jenem Haus, in dem sich der 41-Jährige diesmal versteckte, und verständigten die Polizei. Hunde spürten Wolfgang M. hinter einer Kellertüre auf und er wurde festgenommen.

Den Überfall auf das Textilgeschäft in Ottakring hat der 41-Jährige bereits zugegeben, erklärte Rabensteiner. Auch bei den weiteren Straftaten ist er weitgehend geständig. Hinweise auf mögliche weitere Straftaten werden unter der Wiener Telefonnummer 31310-25810 (Gruppe Fohringer) oder 31310-25800 (Journaldienst) entgegengenommen. (APA)

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