Wiener ÖVP-Abgeordneter wettert gegen Große Koalition

6. Oktober 2006, 15:05
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Klubobmann Tschirf: Aussage legitim, aber nicht Linie der Landespartei

Wien - Eine Zusammenarbeit mit der SPÖ auf Bundesebene dürfte auch in der Wiener ÖVP auf wenig Gegenliebe stoßen. So nutzte der VP-Abgeordnete Wolfgang Aigner am Freitag die Landtagsdebatte um das Sozialhilfegesetz dazu, in kräftigen Worten gegen die Sozialdemokraten zu wettern. "Eine Große Koalition löst keine Probleme, eine Große Koalition ist ein Problem", meinte er unter anderem.

Dass Aigner so etwas sage, sei legitim und zeige die Breite der ÖVP, erklärte Matthias Tschirf, ÖVP-Klubobmann im Wiener Rathaus, auf APA-Anfrage. Gleichzeitig versicherte er, dass es für eine Ablehnung einer Koalition mit der SPÖ weder einen Beschluss des Landtagsklubs noch der Landespartei gebe.

Es liege in der Verantwortung demokratischer Parteien, aufeinander zugehen zu können, betonte Tschirf. Die Sache werde allerdings nicht einfacher, wenn - wie von SP-Chef Alfred Gusenbauer - gleich zu Beginn Forderungen aufgestellt würden, die für andere unmöglich zu erfüllen seien.(APA)

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