AMS verteidigt "Probemonat"

21. März 2007, 17:06
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Wiedereinsteigerinnen-Aktion: Arbeitsmarktpolitischer Erfolg liegt mit über 28 Prozent "im Rahmen der Erwartungen"

Wien - Die vom Arbeitsmarktservice (AMS) geförderte Aktion zur Vermittlung von Wiedereinsteigerinnen habe die "gesetzten Erwartungen" erfüllt. Das teilte das AMS mit, nachdem ein Bericht in der Wiener Stadtzeitung "Falter" erneut für Wirbel um das AMS-Wiedereinsteigerinnen-Projekt geführt hat.

Hoffnungsvoller Monat

Zur Unterstützung der Arbeitsaufnahmen von Wiedereinsteigerinnen hat das Arbeitsmarktservice (AMS) im Rahmen eines Dienstverhältnisses bei Betrieben der Rewe Gruppe einen Probemonat finanziert, um die Übernahme der Personen in ein dauerhaftes Dienstverhältnis zu ermöglichen.

Erfüllte Erfolgsquote

Im Juli und August des Jahres wurden vom AMS für die geförderte Beschäftigung von 236 arbeitslosen Wiedereinsteigerinnen Förderzusagen abgegeben. 218 Wiedereinsteigerinnen haben das geförderte Dienstverhältnis begonnen, davon sind 42 noch vor Ende des Probemonats ausgeschieden. 176 Personen haben das vom AMS geförderte Probemonat zu Ende gemacht. Von diesen sind 50 noch immer in Beschäftigung. Das entspricht einer Erfolgsquote von 28,4 Prozent. Der arbeitsmarktpolitische Erfolg der Aktion liege damit im Rahmen der vom AMS gesetzten Erwartungen, hieß es.

Positiveres Ergebnis in Steirmark

Die Förderaktion für Wiedereinsteigerinnen wurde vom Arbeitsmarktservice in Wien und in der Steiermark durchgeführt. Während in der Steiermark eine Erfolgsquote von 29,7 Prozent verbucht wurde, sei das Projekt in Wien mit einer Quote von 22,6 Prozent darunter gelegen, räumte das AMS ein: Vom AMS Wien wurden 70 Förderungszusagen für Wiedereinsteigerinnen abgegeben. Das Probemonat begonnen haben 52 Personen. Davon sind 21 noch vor Ablauf des Probemonats ausgeschieden. 31 Personen haben das geförderte Probemonat beendet. Davon sind 7 noch in Beschäftigung.

Vorwurf

Alle Spekulationen, Billa und Merkur hätten sich billig Urlaubsvertretungen vom AMS finanzieren lassen, seien auf Grund der hohen Ausfallraten bei dieser schwierigen Zielgruppe vor Beginn des Dienstverhältnisses (7,6 Prozent) und während der Probezeit (19,3 Prozent) obsolet, die Vertretungen seien alles andere als planbar gewesen, betonte das AMS.

Ausfallsrate versus Übernahme

Auffällig sei hingegen in Wien die hohe Ausfallrate vor und während des Probemonats von über 50 Prozent. Zusammen mit der geringen Bereitschaft von Zielgruppenpersonen, das Angebot anzunehmen, habe nicht eine geringe Übernahmequote, sondern die hohe Ausfallquote dazu geführt, dass Arbeitseinsatz und Ergebnis in einem ungünstigeren Verhältnis stehen. (APA)

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    50 Personen wurden nach dem Probemonat von Rewe übernommen

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