Ex-Topmanagerin Patricia Dunn von HP erscheint vor Gericht

13. Oktober 2006, 08:25
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Ihr werden unter anderem Verschwörung, der Missbrauch von Telefon-Übertragungen sowie das illegale Kopieren von Computer-Daten zur Last gelegt

Nach Erhebung der Anklage im Spionageskandal beim US-Computerhersteller Hewlett Packard ist die frühere Direktoriumschefin Patricia Dunn vor Gericht erschienen. Nach einer 30-minütigen Befragung entließ der Richter Dunn wieder, die ihre Rückkehr für die Verlesung der Anklage am 17. November zusagte. Dunn antwortete am Donnerstag lediglich auf die entsprechende Frage des Richters mit "ja" und saß ansonsten schweigend in dem Gerichtssaal in San Jose im kalifornischen Silicon Valley. Ihr werden unter anderem Verschwörung, der Missbrauch von Telefon-Übertragungen sowie das illegale Kopieren von Computer-Daten zur Last gelegt.

Zugriff auf Daten

Detektive hatten sich im Auftrag des Konzerns mit Hilfe falscher Identitäten Zugriff auf Telefondaten von Mitarbeitern und Journalisten verschafft. Dadurch wollten sie aufdecken, auf welche Weise Firmeninterna an die Öffentlichkeit geraten waren. Die Affäre hat bisher vier HP-Topmanagern ihre Posten gekostet, darunter auch Dunn. Für jeden der insgesamt vier Anklagepunkte gegen Dunn können maximal drei Jahre Haft sowie Geldstrafen verhängt werden. Dunn sollte am Freitag eine Behandlung gegen Eierstock-Krebs beginnen. (Reuters)

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