Überreste eines Riesenreptils auf Spitzbergen entdeckt

17. Oktober 2006, 14:25
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Blumige Beschreibung eines norwegischen Dozenten: "Gigantisches Monster mit Rückenwirbeln so groß wie ein Speiseteller und Zähnen so lang wie Salatgurken"

Oslo - Auf einem 150 Millionen Jahre alten Saurier-Friedhof auf Spitzbergen haben Forscher die Überreste eines zehn Meter langen riesenhaften Reptils gefunden. Insgesamt entdeckten die Wissenschafter auf der norwegischen Insel am Rand des Nordpolarmeers die Überbleibsel von 28 Plesiosauriern und Ichthyosauriern - großen marinen Reptilien, die zur Zeit der Dinosaurier die Ozeane dominierten.

"Eines davon war ein gigantisches Monster mit Rückenwirbeln so groß wie ein Speiseteller und Zähnen so lang wie Salatgurken", sagte Jörn Hurum, Dozent an der Universität von Oslo. "Wir vermuten, dass das Skelett intakt und etwa zehn Meter lang ist." Das Forscherteam gab ihm den Spitznamen "das Monster".

Fund der Extra-Klasse

Die Wissenschafter bezeichneten den Saurierfriedhof als den bedeutendsten Fund von Ur-Reptilien seit Jahrzehnten. Überreste von solchen Plesiosauriern seien schon in mehreren Ländern gefunden worden, etwa in Großbritannien und in Argentinien. Doch noch nie sei ein ganzes Skelett entdeckt worden, sagte Hurum. Der Schädel zähle zu den bisher größten seiner Art. Kommendes Jahr wollen die Forscher an den Fundort zurückkehren und das gesamte Skelett bergen.

Die langhalsigen Plesiosaurier schwammen mit zwei Paar Flossen. Zu ihrer bevorzugten Beute gehörten Fische und kleinere Arten der ungefähr delfinförmigen Ichthyosaurier, welche ebenfalls Raubtiere waren. Beide Reptilien-Familien starben wie auch die Dinosaurier vor etwa 65 Millionen Jahren aus. (APA/Reuters/red)

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    Jörn Hurum (links) an der Fundstelle auf Spitzbergen.

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    Zeichnerische Rekonstruktion der inoffiziell vorerst "das Monster" getauften Spezies (unten) beim Beuteschlag.

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