Bezüge der US-Topmanager steigen kräftig weiter

19. Oktober 2006, 14:42
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Demnach nahmen die Bezüge der Chefs der börsennotierten Unternehmen im Schnitt um 16 Prozent zu - Aktienoptionen immer beliebter

Portland - Die Bezüge der US-Unternehmenschefs sind auch im vergangenen Jahr wieder kräftig gestiegen. Dies geht aus einer am Donnerstag (Ortszeit) von dem Forschungsinstitut The Corporate Library in Portland im US-Bundesstaat Maine veröffentlichten Untersuchung hervor. Demnach nahmen die Bezüge der Chefs der börsennotierten Unternehmen im Schnitt um 16 Prozent zu. Dies ist zwar ein deutlich geringerer Anstieg als 2004, als die Top-Manager sich noch über einen satten Zuwachs ihrer Vergütungen um 30 Prozent freuen konnten. Doch sei der Anstieg der Bezüge bei den Firmenchefs noch immer klar höher als bei anderen Berufsgruppen, sagte der Autor der Studie, Paul Hogdson.

Barry Diller an der Spitze

Der bestbezahlte Unternehmenschef der USA ist der Untersuchung zufolge Barry Diller von der Mediengruppe IACInteractive. Er verdiente im vergangenen Jahr 295 Mio. Dollar (232 Mio. Euro). 98 Prozent seiner Bezüge bestanden allerdings in Aktienoptionen. Auf den folgenden Plätzen rangieren Eugene Isenberg vom Ölinfrastrukturkonzern Nabors Industries mit 203 Mio. Dollar und Terry Semel von dem Internetriesen Yahoo mit 182 Mio. Dollar. Von den insgesamt 1700 untersuchten Firmen vergüten die 500 größten ihren Chefs mit durchschnittlich sieben Mio. Dollar im Jahr.

Aktienoptionen eingerechnet

In die ermittelten Durchschnittswerte sind die Aktienoptionen eingerechnet. Diese Form der Vergütung breitet sich in den Vereinigten Staaten trotz der seit der Bilanzskandale der vergangenen Jahre daran gewachsenen Kritik immer weiter aus. Unter den zehn bestbezahlten Managern des Landes machten diese Optionen der Studie zufolge 2005 mehr als Dreiviertel der Bezüge aus. Diese Optionen ermöglichen es, ab einem bestimmten Zeitpunkt Aktien des eigenen Konzerns zu einem festgelegten und generell sehr günstigen Preis zu kaufen und bei einem höheren Börsenkurs wieder zu verkaufen. (APA/AFP)

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