IgNobel-Preise: Anti-Teenager-Gerät ausgezeichnet

6. Oktober 2006, 13:33
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Auch die Forschung zur Anziehungskraft von Limburger Käse und menschlichen Füßen auf weibliche Malariamücken wurde prämiert

New York - Während alle Welt auf die Gewinner der diesjährigen Nobelpreise blickt, zeigt die Verleihung der IgNobel-Preise in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts am Donnerstag, welch' skurrile Blüten Wissenschaft treiben kann. Mit diesen "Anti-Nobelpreisen" werden dieses Jahr Forschungen zu den Essgewohnheiten von Mistkäfern, eine Studie zu Kopfschmerzen bei Spechten und die Entwicklung eines "Schutzmittels" gegen Jugendliche ausgezeichnet.

Die US-Forscher Ivan Schwab und Philip May erhielten den Preis für Ornithologie für ihre Arbeiten über die Fähigkeit von Spechten, Kopfverletzungen zu vermeiden. Der Ernährungspreis ging an Forscher aus Kuweit, die nachgewiesen haben, dass Mistkäfer ihre Mahlzeiten durchaus penibel auswählen. Howard Stapleton aus Wales wiederum wurde mit dem Friedens-IgNobel-Preis für seine Entwicklung eines Teenager-Schutzmittels ausgezeichnet: Das Gerät gibt einen nervenden Ton von sich, den nur Jugendliche hören können, nicht aber Erwachsene. Auch ausgezeichnet wurden vergleichende Forschungen zur Anziehungskraft von Limburger Käse und menschlichen Füßen auf weibliche Malariamücken.

Bei der Zeremonie werden die Gewinner aus dem Publikum traditionell mit Papierfliegern beworfen, während der Havard-Professor und letztjährige Physik-Nobelpreis-Gewinner Roy Glauber die Bühne fegt. Das englische "ignoble" bedeutet "schändlich", "unehrenhaft" oder "unwürdig". (APA)

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