Trotz Gesprächsbereitschaft wieder schwere Kämpfe

12. Oktober 2006, 11:06
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Laut Militär mindestens 22 Rebellen getötet

Colombo - Trotz der von der Regierung Sri Lankas und den Tamilen-Rebellen der LTTE signalisierten Gesprächsbereitschaft sind am Freitag im Osten der Insel wieder schwere Kämpfe ausgebrochen. Militärsprecher Prasad Samarasinghe sagte, mindestens 22 Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) seien getötet und sechs Soldaten verletzt worden. Mörserangriffe der LTTE auf Armeestellungen im Distrikt Batticaloa hätten die Kämpfe ausgelöst.

Bombenangriffe

Der LTTE-nahe Internetdienst Tamilnet sprach dagegen von einer neuen Armeeoffensive und berichtete, Bodentruppen seien auf LTTE-kontrolliertes Gebiet vorgedrungen. Die Armee habe Artillerie eingesetzt, Marineschiffe hätten die Region von der See aus beschossen, die Luftwaffe habe Bombenangriffe geflogen. Tausende Zivilisten, von denen viele bereits vor Kämpfen weiter im Norden geflohen seien, seien vor der neuerlichen Gewalt auf der Flucht.

Friedensgespräche

Die Regierung hatte sich am Donnerstag zur Wiederaufnahme der seit sieben Monaten ausgesetzten Friedensgespräche mit der LTTE Ende Oktober in der Schweiz bereit erklärt. Die LTTE hat verkündet, dass sie offen für Gespräche ist, fordert aber zuvor ein Ende der Militäroffensiven. Die Regierung betont dagegen, es gebe keine Offensiven, sondern nur Vergeltungsmaßnahmen nach LTTE-Angriffen. (APA/dpa)

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