Microsofts Zukunftspläne für MSN.at

29. Juni 2000, 14:33

Nach Start der Regenwurm-Werbekampagne 20 Prozent mehr Zugriffe - In Zukunft Dienste auch kostenpflichtig

Bereits eine Woche nach dem Start der Werbekampagne für das nach Microsoft-Angaben viertgrößte heimische Internetportal MSN.at, habe sich die Zugriffszahl auf das MSN-Österreich Portal um 20 Prozent erhöht, sagte der Manager von MSN.at, Andreas Kunar, am Donnerstag in Wien. Das Ziel der Kampagne, die unter anderem in heimischen Kinos läuft, sei, darauf hinzuweisen, dass es MSN in Österreich gebe, sagte Kunar anlässlich der geplanten Vorstellung der neuen Funktionen und Features von MSN.at, die aber daran scheiterte, dass keine Internet-Verbindung hergestellt werden konnte.

Im Mittelpunkt der Kampagne für MSN.at steht als zentrales Werbeelement, als sogenannter "Teaser", ein Trickfilm-Regenwurm, der von einem Gärtner mittels eines Spatens in zwei Hälften getrennt wird. Die beiden dadurch entstandenen Regenwürmer spielen sich in der Folge mit ihren beiden Köpfen gegenseitig einen Ball zu.

MSN Mars - Internet Explorer für DAUs

Die nächste Version der MSN Benutzeroberfläche, MSN "Mars", werde sich speziell an den Bedürfnissen von Heimanwendern bzw. gelegentlichen Computerbenutzern orientieren. "Die Hauptmerkmale sind eine einfache Benutzeroberfläche, integrierte Audio-/Videounterstützung, eine Mehrfachbenutzer-Umgebung und einfache Installation", sagte Kunar. "Mars" ist im Prinzip ein Internet Explorer mit veränderter Oberfläche. Sie ist als Vorabversion unter preview.msn.com verfügbar. Ein weiteres neues Portal ist mobile.msn.com, das eine Benachrichtigungsmöglichkeit per SMS bietet und in Österreich ab Ende 2000 verfügbar sein soll.

Kunar schließt nicht aus, dass einige der derzeit noch gratis und über Werbung finanzierten Dienste in Zukunft kostenpflichtig werden. "Wir denken darüber nach", sagte Kunar. Auch die geplanten Fax- und Voice-Gateway's und eine weltweit geplante SMS-Lösung könnten kostenpflichtig sein.

MSN Hotmail, der MSN E-Mail Dienst, zählt nach Angaben von Kunar 170.000 aktive österreichische Nutzer. Mit weltweit 4.000 Servern allein für Hotmail, die derzeit auf Windows 2000 umgestellt werden, sei Microsoft bereits an den "Grenzen der Skalierbarkeit" angelangt, sagte Kunar. (APA/red)

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