Prodi bestreitet Einmischung in Reorganisation von Telecom Italia

12. Oktober 2006, 08:24
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Ministerpräsident: War über Ausgliederung nicht vorher informiert

Der italienische Ministerpräsident Romano Prodi hat Vorwürfe zurückgewiesen, sich in die geplante Reorganisation des Telefonkonzerns Telecom Italia eingemischt zu haben. Seine Regierung habe lediglich die Hoffnung geäußert, dass das Unternehmen in italienischer Hand bleiben werde, sagte Prodi am Donnerstag vor dem Senat in Rom. Über die geplante Ausgliederung des Mobil- und Festnetzgeschäftes in zwei neue Firmen sei er entgegen anders lautender Berichte nicht im voraus informiert worden.

Mögliche Partnerschaft

Der damalige Vorstandschef Marco Tronchetti Provera habe ihn lediglich über eine mögliche Partnerschaft mit der News Corp. des australischen Medienmoguls Rupert Murdoch in Kenntnis gesetzt, sagte Prodi weiter. Daraufhin habe "die Regierung sich darauf beschränkt, die Hoffnung auszudrücken, dass der wichtigste Telekommunikationskonzern des Landes in italienischer Hand bleibt".

Besorgnis

Der Plan zur Umstrukturierung von Telecom Italia hat Besorgnis ausgelöst, mit der Aufspaltung solle ein möglicher Verkauf der Mobilfunksparte TIM ins Ausland vorbereitet werden. Tronchetti Provera erklärte wenige Tage nach Bekanntgabe des Vorhabens seinen Rücktritt. Er hat mehrfach erklärt, Prodi habe auch im voraus von der Umstrukturierung gewusst.(APA/AP)

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