Chemieunfall in Lederfabrik: Viertes Opfer ist außer Lebensgefahr

6. Oktober 2006, 17:58
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Laut LKH Graz konnten zwei weitere Betroffene bereits die Intensivstation verlassen

Graz - Das vierte der bisher in Lebensgefahr befindlichen Opfer des Chemieunglücks in der oststeirischen Lederfabrik Wollsdorf hat es geschafft: Wie der stellvertretende ärztliche Leiter des LKH Graz, Gernot Brunner, am Donnerstagnachmittag der APA auf Anfrage mittelte, bestehe bei der Frau kein kritischer Zustand mehr. Alle vier lebensgefährlich verletzt eingelieferten Personen - drei Frauen, ein Mann - seien somit auf dem Wege der Besserung.

Zwei konnten bereits von der Intensivstation in normale Spitalspflege gebracht werden, bei den beiden anderen dürfte es im Laufe des Nachmittags soweit sein. Die 13 leicht verletzten Personen waren zum Teil schon Dienstag, der Rest am Mittwoch aus dem Grazer Landeskrankenhaus in häusliche Pflege entlassen worden.

Das Unglück, bei dem Montag früh in der Lederfabrik in Wollsdorf im oststeirischen Bezirk Weiz ausgetretener Schwefelwasserstoff die Arbeiter der Frühschicht überrascht hatte, hatte drei Todesopfer und zahlreiche Verletzte gefordert. Zwei Mitarbeiterinnen der Fabrik starben noch an der Unfallstelle, eine Frau war Dienstag früh im Grazer LKH ihren Verletzungen erlegen. Der Betrieb im Werk ist mittlerweile wieder aufgenommen, doch der betroffene Raum ist gesperrt. Ermittlungen zur Eruierung der Unglücksursache seien im Laufen, so die Behörden. (APA)

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