Rieder kritisiert Israel-Aussage Lopatkas

6. Oktober 2006, 13:55
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Lopatka sprech in Aussendung von "US-israelischen 'Schmutzkübel-Wahlkampf'" - Rieder: "Absolut leichtfertiger Sprachgebrauch"

Wien - Der Präsident der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft, Wiens Vizebürgermeister Sepp Rieder (S), hat am Donnerstag Kritik an ÖVP-Generalsekretär Reinhold Lopatka geübt. Lopatka hatte kürzlich in einer Aussendung von einem "US-israelischen 'Schmutzkübel-Wahlkampf'" der SPÖ gesprochen. Laut Rieder sorgte diese Wortwahl für Irritationen in Israel.

Anlass für die Aussagen Lopatkas war die Behauptung eines angeblichen "Wahlkampfstrategen" von SP-Chef Alfred Gusenbauer. Dieser hatte im israelischen Rundfunk behauptet, man habe gezielt eine "Negativ-Kampagne" gegen die ÖVP und Kanzler Wolfgang Schüssel gefahren.

'Schmutzkübel-Wahlkampf'

Lopatka daraufhin in einer Ausendung: "Gusenbauer soll die Frage beantworten, ob er davon gewusst hat oder gar persönlich den Auftrag zu diesem beispiellosen US-israelischen 'Schmutzkübel-Wahlkampf' gegeben hat." Laut Rieder ist diese Wortwahl problematisch. Freunde aus Israel hätten ihn besorgt angerufen und gefragt, ob eine "Kampagne" in Österreich im Gange sei.

Rieder sprach von einer "absoluten Leichtfertigkeit im Sprachgebrauch". Lopatka solle den Ausspruch mit einem Ausdruck des Bedauerns zurücknehmen. Den im israelischen Rundfunk zitierten Wahlkampfstrategen kennt Rieder laut eigenen Angaben nicht.

Auch SP-Kommunikationschef Josef Kalina hatte zuletzt betont, dass er den Mann nicht persönlich kenne. Vermutlich handle es sich dabei um einen Mitarbeiter des SPÖ-Beraters Stanley Greenberg, der an der Produktion der Wahlkampf-Filme beteiligt gewesen sei, hieß es. (APA)

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