Lesben-Club wegen Diskriminierung von Männern angezeigt

5. Oktober 2006, 13:37
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An der Tür zu einem Stockholmer "Mädchenabend" Abgewiesener wandte sich an Ombudsmann - Clubchefin verweist auf heterosexuelle Fummler

Stockholm - Ein Stockholmer Lesbenclub muss sich vor dem schwedischen Gleichberechtigungs-Ombudsmann verantworten, weil Männern kein Einlass gewährt wird. Ein männlicher Interessent hat Clubchefin Marie "Mirre" Ejebratt beim Ombudsmann angezeigt, weil ihm im August während des Stockholmer Schwulenfestivals "Gay Pride" der Einlass zum "Mädchenabend" des Clubs in einem sonst öffentlichen Restaurant in Stockholm verweigert wurde.

Fummeln vermeiden

Ejebratt erklärte, sie könne die Anzeige nicht verstehen, auch wenn die Verweigerung des Zutritts zu Ausschankstätten wegen des Geschlechts als unzulässige Diskriminierung gilt: "In homosexuellen Kreisen wenden sich Lesben an Lesben und schwule Männer an schwule Männer. Bei einem lupenreinen Mädchenabend will niemand einen Mann treffen."

Am betreffenden Abend hätten sich diverse männliche Interessenten mit dieser Erklärung auch völlig zufrieden gegeben und Hinweise auf entsprechende Alternativen dankend angenommen. Die Clubchefin meinte weiter, das größte Problem bei allgemeinem Einlass seien heterosexuelle Männer, die "herumfummelten". (APA/dpa)

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