Mordprozess gegen US-Soldaten: Angeklagte beteuern ihre Unschuld

7. Oktober 2006, 09:42
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Militärs sollen Iraker verschleppt und getötet haben

Camp Pendleton - Zwei des Mordes an einem irakischen Zivilisten angeklagte US-Soldaten haben am Donnerstag ihre Unschuld beteuert.

Die beiden Männer sind die ersten von insgesamt sieben US-Soldaten und einem Militärmediziner, denen vorgeworfen wird, westlich von Bagdad einen Iraker verschleppt und getötet zu haben. Danach sollen sie ein Gewehr und eine Schaufel neben die Leiche gelegt haben, um den Eindruck erwecken, der 52-jährige habe eine Bombe an der Straße vergraben wollen. Den Soldaten droht bei einer Verurteilung lebenslange Haft. Die Anklage hatte im August entschieden, nicht die Todesstrafe zu fordern.

Der Zwischenfall hatte sich am 26. April in der Stadt Hamdania ereignet. Die Angeklagten werden seit Mai in einem Militärgefängnis auf dem südkalifornischen Truppenstützpunkt Camp Pendleton festgehalten. In den vergangenen Monaten waren vermehrt Verbrechen von US-Soldaten im Irak bekannt geworden, die die USA zunehmend zu härterem Durchgreifen zwingen. (Reuters)

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