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Haus-Studien

5. Oktober 2006, 11:30

Wenn ein Architekt und eine Architektin gemeinsam ein Haus für sich und ihre Familie bauen, kann fast nur Prototypisches dabei heraus kommen





















Haus-Studien
Wenn ein Architekt und eine Architektin gemeinsam ein Haus für sich und ihre Familie bauen, kann fast nur Prototypisches dabei heraus kommen. Zu verlockend ist die Möglichkeit, sich (und seine Lieben) selbst als Versuchsobjekt zu gebrauchen. Die Bauherren haben sich die Latte für ihr Experiment hoch gelegt: ein Haus ohne Energiebedarf jedoch ebenso ohne Kompromisse bezüglich des selbst definierten ästhetischen Standards sollte es werden.

In dieser Hinsicht ist die Entwicklung der letzten Jahre – nicht zuletzt dank des Einsatzes engagierter Architekturbüros – ein gutes Stück weiter gekommen: der Passivhaus-Standard gehört heute schon beinahe selbstverständlich zum Repertoire des privaten Hausbauers. Doch zu seiner Entstehungszeit war das Objekt eines der ersten Passiv-Häuser, das seine guten Wärmedämmeigenschaften nicht durch ein verschlossenes Erscheinungsbild und auf Kosten räumlicher Entfaltung im Inneren erkaufen musste.

Man nähert sich dem Gebäude über einen Vorplatz, der sowohl dem Fußgänger als auch dem mit dem Auto Ankommenden einen würdigen Empfang bereitet. Vor allem aber schirmt das quer zum Hang gestellte Haus den dahinter liegenden Garten vor neugierigen Blicken ab. Und der gedeckte Vorplatz hinter der Garage bietet großzügigen Stauraum, wie man ihn für das Leben mit Kindern und Jugendlichen braucht. Denn die Alltagstauglichkeit der Anlage ist bei aller Experimentierfreude ein wichtiges Kriterium des Entwurfs geblieben.

Seine technischen Innovationen bleiben dem Betrachter dank aufwendiger Detailarbeit ebenso verborgen wie die damit verbundenen Anstrengungen des Planungsprozesses. Wesentlich sind vielmehr: die Wirkung von Baukörpern, von Farben und Materialien, eine sensible Weg- und Lichtführung sowie der enge Zusammenhang von Haus und Umgebung, der in fließenden Raumfolgen seinen Ausdruck findet. Das nach Süden abfallende Gelände des Bauplatzes ist in der inneren Topographie des Hauses spürbar geblieben und unterstützt den Gedanken, den einzelnen Funktionsbereichen unterschiedliche Raumstimmungen zuzuordnen. Auch der Außenraum bietet abwechslungsreiche Situationen, die zum Aufenthalt im Freien einladen.

Ein wichtiges Gestaltungselement des Wohnbereiches im Erdgeschoss ist dessen schwellenloser Übergang in die Terrasse und das darin integrierte Schwimmbecken. Ein mächtiges Vordach hält die heterogen gestaltete Südfassade optisch zusammenhält und schützt sie überdies vor Überhitzung im Sommer. Terrasse, Garten und Landschaftsraum werden zum malerischen Hintergrund des täglichen Lebens.

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