Westenthaler bleibt BZÖ-Chef und wird Klubobmann

5. Oktober 2006, 16:21
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Zu Variante schwarz-blau-orange: BZÖ "werde Gespräche nie verweigern"

Wien - Peter Westenthaler bleibt BZÖ-Obmann und wird Klubobmann der Orangen im Parlament. Dies gab Bündnissprecher Scheuch am Donnerstag bekannt. Dass es Kritik an Westenthaler seitens des Kärntner Landeshauptmanns Haider gegeben habe, wies Scheuch zurück.

"Nein, da wird viel gemunkelt. Es ist schön, dass Kärnten einen wichtigen Beitrag geleistet hat, aber die 13.000 Stimmen aus Wien sind gleich wichtig wie die 80.000 aus Kärnten", sagte der Bündnissprecher im Gespräch mit der APA.

Oppositionsarbeit

Das BZÖ bereite sich jetzt jedenfalls auf die Oppositionsarbeit für die nächsten vier Jahre vor. Darauf angesprochen, ob er damit eine Regierungsbeteiligung auf jeden Fall ausschließe, sagte Scheuch: "Ich werde nichts ein- und ausschließen. Der Ball liegt bei den anderen. Die Großparteien haben zwar Stimmen verloren, aber die werden mit der Regierungsbildung beauftragt."

Ob er trotz der jüngsten Absage von FPÖ-Obmann Strache eine schwarz-blau-orange Variante noch für möglich hält? - Scheuch: "Die Frage kann ich nicht beantworten. Strache hat einmal Ja und einmal Nein gesagt". Man werde Gespräche nie verweigern.

Auf eine mögliche Aufstockung der Bundesgeschäftsführung oder des Generalsekretariats angesprochen, sagte Scheuch, man wolle jene Leute, die in den Bundesländern gut wahlgekämpft und sich bewährt haben, und die aufgrund der Konstellation nicht im Parlament sitzen werden, in etwaigen Funktionen auf Bundesebene besetzen. Dies sei beispielsweise in Tirol mit Andreas Gebauer und in der Steiermark mit Gerald Grosz der Fall. (APA)

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