Überfall in Deutschlandsberg: Supermarktbesitzer niedergeschlagen

5. Oktober 2006, 10:34
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Im Safe befanden sich nur ein wenig Wechselgeld - die Tageslosung war schon auf der Bank

Graz - Ein unbekannter Mann hat Mittwochabend einen Supermarkt in der steirischen Gemeinde St. Martin im Sulmtal (Bezirk Deutschlandsberg) überfallen und den Geschäftsinhaber mit einem Brecheisen niedergeschlagen.

Der Räuber hat dem Mann offenbar am Hintereingang aufgelauert. Er schlug mit der Stange auf ihn ein und zwang ihn dann den Tresor aufzusperren. Dannach flüchtete der Täter mit eienr geringen Beute. Das Opfer konnte noch selbst die Polizei verständigen. Um den Beamten die Tür zu öffnen, rollte sich der Schwerverletzte auf einem Bürostuhl zur Tür. Er wurde ins LKH Deutschlandsberg eingeliefert und in der Nacht operiert. U.a. waren eine Fraktur im Gesicht und Rissquetschwunden diagnostiziert worden.

Überfall

Gegen 19.30 Uhr sperrte der Inhaber eines Spar-Markts den Hintereingang auf, um das Geschäft zu verlassen. "In diesem Moment ist ein Mann vermutlich mit einem Brecheisen auf ihn zugestürmt und hat sofort zugeschlagen", berichtete Abteilungsinspektor G. Kahr von der Raubgruppe des Landeskriminalamts Steiermark. "Der Täter hat ihn zurückgedrängt in den Lagerraum, wo sich zirka zwölf Minuten lang ein Kampf abgespielt haben muss. Es hat dort fürchterlich ausgeschaut." Der Tatort gleiche eher dem eines Tötungsdelikts nicht eines Raubüberfalls, Blutspuren seien in drei Metern Höhe zu sehen, so Kahr. Laut dem Opfer soll der Täter auch von "Rache" gesprochen haben.

"Danach ist der Täter kurzfristig ins Freie. Auf den Bildern der Überwachungskamera sieht man, dass er offensichtlich überlegt, was er jetzt tun soll", erklärte der Kriminalist. Dann sei der Unbekannte - der mit einem Kleidungsstück am Kopf maskiert war - wieder in den Lagerraum zurückgekehrt und habe den 56-Jährigen gezwungen, die Tür zum Büro aufzusperren. Da soll der Täter auch "Geld" gesagt haben, so Kahr. Im Safe befanden sich nur einige Münzrollen und etwas Wechselgeld, die Tageslosung ist schon zuvor auf die Bank getragen worden.

Nach der Tat flüchtete der Unbekannte. Das Handy des Opfers hat er mitgenommen. Das Opfer verständigte dannach vom Festnetz aus die Exekutive.

Der Überfall sei "etwas anders" abgelaufen als bei vergleichbaren Delikten, meinte der Ermittlungsleiter. Was im Lagerraum genau passiert sei und ob es sich tatsächlich um eine Racheaktion gehandelt haben könnte, müsse erst geklärt werden.

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