American Express senkt Disagio-Sätze

25. Oktober 2006, 16:20
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Nach scharfer Kritik, dass die Gebühren für die Hotellerie bei Amex um bis zu 80 Prozent höher seien als bei Visa und MasterCard, lenkt die Kreditkartenfirma jetzt ein

Wien - Die Kreditkartenfirma American Express senkt mit Anfang November ihre Provisionssätze (Disagio) für die österreichische Hotellerie. Nach scharfer Kritik durch die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) im Juli dieses Jahres, wo diese die bis zu 80 Prozent höheren Gebühren im Vergleich zu Visa oder MasterCard beanstandete, hat Amex jetzt eingelenkt. Die neuen Disagios bewegen sich ab nächsten Monat zwischen 2,95 und 3,50 Prozent, abhängig vom Kundenumsatz.

American Express werde bestehende Verträge ab November automatisch auf die neuen Konditionen umstellen, gab die ÖHV in einer Aussendung bekannt. Die Hoteliervereinigung betonte die Kooperationsbereitschaft der US-Kreditkartenfirma in den Verhandlungen, die zwischen der ÖHV, Amex und der Einkaufsgenossenschaft hogast geführt wurden.

Weitere Reduktion

Die beschlossene Senkung der Disagio-Sätze werde zwar zu einer ersten Entlastung der Hoteliers führen. Sie könne jedoch nur ein erster Schritt sein, so ÖHV-Generalsekretär Thomas Reisenzahn. Ab der kommenden Wintersaison 2006/07 will man eine weitere Reduktion für die Hotellerie erreichen.

Nach Angaben der ÖHV bezahlen mehr als 13 Prozent der Hotelgäste in Österreich mit American Express-Karten. Während die Provisionen für Visa und MasterCard, gemessen am Umsatz, bei 2,15 Prozent liegen, verrechnete American Express bisher 3,85 Prozent Standard-Disagio-Satz. (APA)

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    Ab nächsten Monat zahlen Österreichs Amex-Kunden in der Hotellerie Gebühren zwischen 2,95 und 3,50 Prozent ihrer Ausgaben.

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