IG Metall fordert mehr Engagement für BenQ-Beschäftigte

10. Oktober 2006, 10:37
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"Es ist nicht damit getan, einen Spendentopf mit 35 Millionen Euro einzurichten"

Die IG Metall hat von Siemens mehr Engagement gefordert, um den BenQ-Beschäftigten eine Perspektive zu geben: "Es ist nicht damit getan, einen Spendentopf mit 35 Millionen Euro einzurichten", sagte IG-Metall-Vizechef Berthold Huber der "Frankfurter Rundschau" (Donnerstag). In der vergangenen Woche hatte BenQ seiner deutschen Tochter mit mehr als 3000 Beschäftigten den Geldhahn zugedreht. BenQ Mobile musste daraufhin Insolvenzantrag stellen.

Maßnahmen

Die deutschen Handy-Werke von BenQ haben aus Hubers Sicht nur dann eine Überlebenschance, wenn sie Zugriff auf die Patente haben. BenQ habe allerdings eine eigene Gesellschaft namens Wireless gegründet. "Diese Firma hat ihren Sitz in Taiwan - und ist nach unseren Informationen im Besitz sämtlicher 1750 Einzelpatente", sagte Huber. Nun müsse alles getan werden, damit die deutschen Werke die Patente weiter nutzen können. "Notfalls müssten der Insolvenzverwalter und die Siemens AG BenQ verklagen."

Gefahr

Nach Hubers Worten sind auch die Betriebsrenten der BenQ- Beschäftigten in Gefahr: "Bislang hat Siemens das Geld für die betriebliche Altersvorsorge verwaltet. Nun besteht die Gefahr, dass die Rückstellungen verwendet werden, um die Verluste von BenQ zu verringern." Der Siemens-Konzern müsse dies verhindern. (APA)

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