Rebellen im Oaxaca räumten Radiosender

19. Oktober 2006, 16:00
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Lehrer und Aktivisten weisen Gesprächsangebot der Regierung zurück

Oaxaca - Die seit vier Monaten in der mexikanischen Stadt Oaxaca verschanzten Rebellen haben am Mittwoch die Besetzung einer Radiostation beendet. Der Sender Radio Oro sei für sie nicht mehr von Nutzen, erklärten die streikenden Lehrer und linksgerichteten Aktivisten. Zugleich wiesen sie erneut das Angebot der Regierung von Gesprächen in Mexiko-Stadt zurück. Sie verlangen 28 Vertreter bei solchen Verhandlungen, das Innenministerium will ihnen nur vier zugestehen.

Dies sei Teil der Regierungsstrategie, die Bewegung zu spalten, sagte Arturo Perez von der Lehrergewerkschaft. Man sei bereit, den Kampf fortzusetzen, bis die Ziele erreicht worden seien.

Aufstand

Der Aufstand in Oaxaca begann im Mai nach einem Streik von Lehrern. Ihnen schlossen sich mehrere tausend Studenten und Anarchisten an, die die Behördengebäude und Rundfunksender besetzten. Ihre Hauptforderung ist der Rücktritt von Gouverneur Ulises Ruiz, dem sie Wahlbetrug und die Einschüchterung von Dissidenten vorwerfen. (APA/AP)

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