US-Bürger suchte mit Terrorplänen Anschluss bei Al Kaida

8. Oktober 2006, 22:51
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"Fritz Mueller" muss sich nun vor Gericht verantworten

Washington - Mit Plänen für Anschläge auf Ölleitungen und Kraftwerke in den Vereinigten Staaten hat ein US-Bürger beim Terrornetzwerk Al Kaida anheuern wollen - und ist stattdessen in Polizeigewahrsam gelandet. In mehreren Nachrichten auf einer Internetseite namens "OBL Crew" - OBL steht für Osama bin Laden - habe der 48-jährige Michael Reynolds im vergangenen Herbst seine Dienste angeboten, heißt es in der am Mittwoch zugänglich gemachten Anklageschrift der US-Justiz.

Reynolds schlug demnach vor, mit Anschlägen die Energieversorgung in den USA zu treffen; dadurch sollte die US-Armee gezwungen werden, ihre Truppen aus dem Irak abzuziehen, um zivile Einrichtungen daheim zu schützen.

Für seine Pläne habe Reynolds den Decknamen Fritz Mueller benutzt, heißt es in den Justizdokumenten weiter. Sein Plan konnte offenbar aufgedeckt werden, weil er für seine Dienste eine Entschädigung von 40.000 Dollar (31.536 Euro) verlangte: Bei einer versuchten Geldübergabe wurde er den Angaben zufolge bereits im vergangenen Dezember im Bundesstaat Ohio festgenommen. Die Anklage wirft ihm unter anderem Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vor. Für kommende Woche ist eine Anhörung geplant. (APA)

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