Lösungsmittel-Unfall: Fässer dürften 20 Jahre alt sein

4. Oktober 2006, 17:51
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Laut Polizei bestand Gefahr für die Umwelt - Anrainer litten unter heftigen Kopfschmerzen

Wien - Nachdem der Austritt von Lösungsmittel auf einer Baustelle in Wien-Penzing am Montag für ein Großaufgebot der Feuerwehr gesorgt hat, ist die Polizei weiterhin auf der Suche nach den Verantwortlichen.

Die Behälter dürften bereits seit rund 20 Jahren auf dem ehemaligen Firmengelände von einem Unternehmen gelagert worden sein, das es ebenso lange nicht mehr gibt, erklärte Gerhard Winkler von der Kriminaldirektion 1.

Am Montagnachmittag hatte ein Bagger bei Abbrucharbeiten auf dem Gelände eines der Fässer beschädigt. Der kontaminierte Boden wurde abgetragen und entsorgt. Die Polizei geht davon aus, dass Gefahr für die Umwelt bestand. 17 Anrainer, die teils unter heftigen Kopfschmerzen litten, hatten die Nacht auf Dienstag in Notquartieren der Stadt Wien verbracht.

Wegen der starken Geruchsbelästigung durch das Lösungsmittel war ein an das Gelände angrenzender Kindergarten evakuiert worden. Die Einsatzkräfte entdeckten weiters vier Gasflaschen mit unbekanntem Inhalt. (APA)

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