Vittorio Emanuele von Savoyen darf Italien nicht verlassen

6. Oktober 2006, 17:58
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Wegen Fluchtgefahr nach Prostitutionsvorwürfen darf der Prinz auch weiterhin nicht zurück zu seiner Frau in die Schweiz

Rom - Prinz Vittorio Emanuele von Savoyen, der Sohn des letzten italienischen Königs Umberto II., darf Italien weiterhin nicht verlassen. Das Gericht lehnte zum zweiten Mal einen Antrag ab. Der Prinz wollte nach Genf zurückfahren wo er mit seiner Frau lebt. Die Ermittlungen gegen den 69-Jährigen laufen weiter und es besteht Fluchtgefahr. Der Prinz wurde im Juni im Zuge einer Untersuchung wegen Korruption und Förderung von Prostitution verhaftet.

Ihm wird vorgeworfen, Prostituierte angeworben und zu Kunden im Spielcasino der italienischen Exklave Campione d'Italia im Schweizer Tessin geschickt zu haben. Zudem wird ihm Bestechung im Zusammenhang mit der Zulassung von Spielautomaten zur Last gelegt. Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt 13 Personen, darunter mehrere Prominente.

Vittorio Emanuele von Savoyen und seine Familie waren vor vier Jahren nach mehr als einem halben Jahrhundert im Exil nach Italien zurückgekehrt. Die männlichen Nachkommen von König Umberto II. waren zur Strafe für die königliche Unterstützung der Faschisten 1946 ins Exil verbannt worden. Das Parlament hob das Einreiseverbot erst im Juli 2002 auf. Vittorio Emanuele und sein Sohn Emanuele Filiberto, die die meiste Zeit ihres Exils in der Schweiz verbrachten, haben auf den Thronanspruch verzichtet. (APA)

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    Prinz Vittorio Emanuele von Savoyen

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