Gehrer muss sich mit 63 Vorzugsstimmen verabschieden

10. Oktober 2006, 18:08
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Lag damit in Vorarlberg hinter drei Fraktionskollegen zurück

Bregenz - Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer (V) muss sich mit lediglich 63 Vorzugsstimmen (Landesliste) aus der Politik verabschieden. Damit lag Gehrer nach Auszählung der Wahlkarten in der Statistik der Vorarlberger Landeslisten hinter drei ÖVP-, zwei SPÖ- sowie zwei Grün-Kandidaten zurück. In den Regionalwahlkreisen blieb Karlheinz Kopf (Vorarlberg Süd) mit 4.835 Vorzugsstimmen auf dem Spitzenplatz, wie aus den offiziellen Vorzugsstimmenlisten hervorging.

Auf der ÖVP-Landesliste kam Kopf auf 181, sein Abgeordneten-Kollege Norbert Sieber auf 115 Vorzugsstimmen. Auch die dritte Vorarlberger ÖVP-Nationalratsabgeordnete, Anna Franz, wies mit 77 mehr Vorzugsstimmen auf als Gehrer. Am meisten Vorzugsstimmen auf einer Landesliste konnte aber die Grün-Mandatarin Sabine Mandak mit 192 für sich verbuchen. Vahide Aydin, Nummer fünf auf der Grün-Landesliste, schaffte 71 Vorzugsstimmen. Bei der SPÖ wurden Elmar Mayer und seine Fraktionskollegin Alexandra König mit 73 bzw. 100 Vorzugsstimmen bedacht.

Bezogen auf die Regionalwahlkreise ging Kopf als Vorarlberger "Vorzugsstimmenkaiser" aus der Nationalratswahl hervor. Im Wahlkreis Vorarlberg Süd verbuchte er 4.835 Vorzugsstimmen für sich, Franz folgte im Wahlkreis Nord mit 4.485 Vorzugsstimmen. Sieber schaffte es auf 3.155 Vorzugsstimmen. Bei der SPÖ konnte die Bregenzer Stadträtin König (Nord) den Landtagsabgeordneten Mayer (Süd) noch um acht Stimmen überholen (3.653 gegenüber 3.645). Als Nummer eins auf der Landesliste wird dennoch Mayer dem nächsten Nationalrat angehören.

Mandak (Süd) erreichte 1.849 Vorzugsstimmen und wird ebenso in den Nationalrat einziehen wie Bernhard Themessl (F), der ein Bundesmandat in Anspruch nehmen kann und es auf 1.402 Vorzugsstimmen brachte. Damit wurde er allerdings vom Spitzenkandidaten der Liste Martin, Klaus Diekers (Nord), überrundet, der sich über 1.510 Vorzugsstimmen freuen durfte. Der Vorarlberger BZÖ-Spitzendkandidat Clemens Achammer konnte auf 835 Vorzugsstimmen verweisen. (APA)

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