Lagerfeld: "Models sind nicht magersüchtig sondern dünn"

16. Oktober 2006, 11:41
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"Es gibt vielmehr das Problem, dass viele Leute zu dick sind"

Paris - Modedesigner Karl Lagerfeld hält die Diskussion über zu dünne Models auf dem Laufsteg für überzogen. Es seien gar keine magersüchtigen Mädchen zu sehen, sagte der deutsche Modemacher nach der Vorstellung seiner jüngsten Kollektion in Paris. Sie seien einfach dünn und hätten einen schlanken Körperbau, erklärte er vor der Presse. Auf die Frage, ob die Modebranche für Essstörungen bei jungen Frauen verantwortlich sei, sagte Lagerfeld: "Nein. Damit verkaufen sich nur die Zeitungen besser."

Vielmehr gebe es das Problem, dass viele Leute zu dick seien. "Ich denke, diese brauchen eher Behandlung als die Null-Komma-Ich-Weiß-Nicht-Wie-Viel Prozent, die zu dünn sind", erklärte er. Offiziellen Statistiken zufolge hat rund ein Drittel der Franzosen zu viel auf den Rippen.

Hintergrund der Debatte über das Gewicht von Models ist das Vorgehen der Madrider Modeveranstalter, die zu dünnen Mädchen in diesem Jahr ein Laufstegverbot erteilt hatten. Zuvor waren Vorwürfe laut geworden, krankhaft dünne Models, die als Schönheitsideale herhielten, würden bei Teenagern Essstörungen verursachen.

Burberry-Designer Christopher Bailey sagte, man sollte in der Diskussion lieber den gesunden Menschenverstand einbringen. Er selbst sei zwar sehr dünn, könne aber essen wie ein Scheunendrescher. (APA/Reuters)

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    Karl Lagerfeld

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