Graz: Giftgasquelle in Polizeidirektion bleibt rätselhaft

5. Oktober 2006, 17:53
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Nachdem Beamte über Kopfschmerzen klagten, wurden Phosgen- und Chlorbelastungen festgestellt

Graz - Unter größten Sicherheitsvorkehrungen haben Spezialisten heute versucht die Giftgasquelle in einem Raum bei der Grazer Bundespolizeidirektion zu finden. Messungen auf Schadstoffe wurden dabei sogar in einem Schlossbergstollen genommen. In den Gängen wurden allerdings keine Schadstoffe gemessen. Damit kann zwar der Stollen als sicher bezeichnet werden, allerdings geht die Suche nach der Ursache der Schadstoffbelastung weiter.

In einem Raum der Polizeidirektion in der Paulustorgasse waren vor fast zwei Wochen Phosgen- und Chlorbelastungen fest gestellt worden, nachdem Beamte über Kopfschmerzen geklagt hatten. Knapp eine Woche später war der Bodens im betroffenen Raum abgetragen worden, um ein Bodenradar-Gerät einsetzen zu können. Das Untersuchungsergebnis steht noch aus.

Im Zuge der Untersuchungen wurde auch eine eingemauerte Entfeuchtungsanlage gefunden. Die Fachleute haben daraufhin angenommen, dass über diese Anlage Giftstoffe aus dem Boden unter dem Raum gedrungen sind. (APA)

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