Nordkorea

4. Oktober 2006, 15:38
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Hamburg - Das kommunistische Nordkorea ist politisch weitgehend isoliert. Die 1948 ausgerufene Volksrepublik hat rund 23 Millionen Einwohner und ist mit rund 122.000 Quadratkilometern etwa um die Hälfte größer als Österreich (fast 84.000 Quadratkilometer). Trotz bitterer Armut leistet sich Pjöngjang mit rund 1,1 Millionen Soldaten die fünftgrößte Armee der Welt und ein kostspieliges Atomprogramm.

Das gebirgige Land ist reich an Bodenschätzen wie Kohle, Zink, Eisen, Kupfer und Magnesium. Metalle und Textilien sind die wichtigsten Exportgüter. Nur im Westen erstrecken sich Tiefebenen, die landwirtschaftlich genutzt werden können. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, die den damaligen Verbündeten unterstützt hatte, verschlechterte sich die Wirtschaftslage rapide. In den 90ern kam es nach Überschwemmungen und Missernten zu Hungersnöten. Bis zu zwei Millionen Menschen sollen an Unterernährung gestorben sein.

Die einzige nennenswerte ethnische Minderheit bilden Chinesen, die rund ein Prozent der Bevölkerung ausmachen. Etwa zwei Drittel der Nordkoreaner gehören keiner Glaubensgemeinschaft an. Noch immer sind der Buddhismus und der Konfuzianismus am weitesten verbreitet.

Die Geschichte Nordkoreas ist eng mit Kim Il-Sung verbunden, der das Land bis zu seinem Tod 1994 fast 50 Jahre lang führte. Ihm folgte sein Sohn Kim Jong Il nach, der als Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsausschusses de facto höchster Mann im Staat ist. Unter Kim Jong Il nahm Nordkorea 2002 sein Nuklearprogramm wieder auf und erklärte sich 2005 offiziell zur Atommacht. (APA/dpa)

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