"Autoritäres Gehabe" war Knackpunkt

4. Oktober 2006, 15:51
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Sion-Coach Clausen wegen Präsident Constantin zurückgetreten

Sion - Der Argentinier Nestor Clausen ist am Sonntag als Trainer des Schweizer Fußball-Klubs FC Sion zurückgetreten, weil er vom "autoritären Gehabe" von Präsident Christian Constantin genug hatte. In diesem Sinn wurde der 44-jährige Weltmeister-Kicker von 1986 in der argentinischen Zeitung "Olé" zitiert.

Clausen erklärte der Zeitung die Gründe für seinen überraschenden Rücktritt in der Halbzeit-Pause des Cupspiels gegen La Chaux-de-Fonds so: "Nach 45 Minuten lagen wir 0:1 zurück. Präsident Constantin platzte während der Pause mitten in die taktische Besprechung hinein. Mir fehlte deswegen die Vertrautheit mit den Spielern - also habe ich mich verabschiedet", soll der Argentinier gesagt haben. In der zweiten Hälfte hatte ÖFB-Teamstürmer Sanel Kuljic mit einem Hattrick noch für einen 3:1-Sieg für Sion gesorgt.

Es sei nicht normal, mitten in der Saison zurückzutreten, aber er habe die Situation im Wallis nicht mehr ertragen, fuhr Clausen fort. "Constantin ist ein autoritärer Typ. Er respektiert dich nicht und glaubt, er selber sei der Trainer. Das ist in Argentinien nicht üblich und ich bin das nicht gewohnt."

Auf die Frage, warum er einen so gut bezahlten Trainerposten aufgegeben habe, sagte Clausen: "Ich brauche zwar das Geld, aber dafür werde ich mir doch nicht alles gefallen lassen."(APA/SIZ)

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