Rosneft mit einem Viertel mehr Vorsteuergewinn im Halbjahr

19. Oktober 2006, 15:18
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Nettoüberschuss aber um ein Fünftel geringer wegen Verkauf des Sewmorneftegas-Anteils an Gazprom-Tochter im Vorjahr

Moskau - Die staatlich geführte russische Ölfirma Rosneft hat für das erste Halbjahr 2006 einen Gewinnsprung gemeldet. In den ersten sechs Monaten erwirtschaftete das Unternehmen einen nach US-GAAP berechneten Vorsteuergewinn von 4,178 Mrd. Dollar (derzeit 3,280 Mrd. Euro), 26,5 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2005, teilte Rosneft am Mittwoch in Moskau mit. Die Einnahmen stiegen um 65,8 Prozent auf 16,356 Mrd. Dollar (12,841 Mrd. Euro).

Weniger Nettoüberschuss

Allerdings fiel der Netto-Überschuss mit 1,879 Mrd. US- Dollar (1,475 Mrd. Euro) um 21 Prozent niedriger aus als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Der deutlich höhere Gewinn im ersten Halbjahr 2005 war nach Angaben der Firma durch einen Sondereinfluss zu Stande gekommen: Damals hatte Rosneft seinen Anteil am Joint-Venture Sewmorneftegas für 1,303 Mrd. Dollar an die Gazprom-Tochter Gazprombank verkauft.

Wichtigster Förderbetrieb

Rosneft war nach der umstrittenen Übernahme von Juganskneftegas - einst der wichtigste Förderbetriebes des insolventen russischen Ölkonzerns Yukos - zum zweitgrößten russischen Ölförderer nach Lukoil aufgestiegen. Für das laufende Jahr rechnet Rosneft nach eigenen Angaben mit einer deutlich höheren Förderung. Die Ölproduktion werde um zehn Prozent auf 82 Mio. Tonnen steigen, sagte Vorstandschef Sergej Bogdantschikow. Damit lege Rosneft schneller zu als die russische Ölbranche, die im bisherigen Jahresverlauf ihre Förderung um 2,5 Prozent erhöht habe. Rosneft ist an den Börsen in Moskau und London notiert. (APA/dpa)

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